News
Neuer Volksantrag: Eltern fordern erneut G9 für alle Klassen

News Neuer Volksantrag: Eltern fordern erneut G9 für alle Klassen

Quelle: Armin Weigel/dpa
dpa

Ein Volksbegehren, das G9 auch für ältere Schüler bringen soll, lehnte das Innenministerium ab. Die Klage dagegen läuft noch. Nun erhöht eine Elterninitiative den Druck.

Mit einem neuen Volksantrag will eine Elterninitiative erreichen, dass alle Kinder an den Gymnasien in Baden-Württemberg in neun Jahren das Abitur machen können, wenn sie das wollen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf reichte die Initiative beim Landtag ein. Ziel der Eltern ist, dass auch ältere Schülerinnen und Schüler am Gymnasium so bald wie möglich zwischen G8 und einem um ein Jahr gestreckten Bildungsgang wählen können. «Die Eltern im Land fordern nach wie vor vehement eine Lösung für die laufenden G8-Klassen», sagte Marita Raschke, eine der Initiatorinnen.

Die grün-schwarze Koalition hatte sich darauf geeinigt, dass die Gymnasien im Land zum Schuljahr 2025/2026 wieder zu G9 zurückkehren sollen. Die Einführung ist aber schrittweise geplant, zum Start sollen nur die Klassen fünf und sechs umstellen. Ältere Schüler würden also nicht profitieren.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erteilte den Forderungen der Eltern eine klare Absage. Man habe dieses Ansinnen bereits geprüft und besprochen. «Es ist nicht sinnvoll. Das ist nun wirklich sorgfältig geprüft worden und wir sind zu diesem Ergebnis gekommen.»

 

Volksbegehren eingereicht

Die Eltern hatten für ihre Forderung bereits ein Volksbegehren eingereicht. Dem hatte das Innenministerium wegen verfassungsrechtlicher Bedenken eine Absage erteilt, eine Klage der Eltern dagegen ist noch beim Verfassungsgerichtshof anhängig. Weil sich diese Klage hinziehe, habe man beschlossen, einen neuen Gesetzentwurf zu unterbreiten, teilte die Initiative «G9 jetzt!» mit.

Mit einem Volksantrag können Bürgerinnen und Bürger im Südwesten den Landtag zwingen, sich mit einem Thema zu befassen. Gegenstand des Antrags kann auch ein Gesetzentwurf sein. Für einen Volksantrag müssen die Initiatoren knapp 40.000 Unterschriften sammeln.

Lehnt der Landtag den Volksantrag ab, können die Initiatoren ein Volksbegehren starten. Dafür müssen innerhalb von sechs Monaten die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten im Südwesten gesammelt werden – das sind rund 770.000 Menschen. Ist das geschafft, wird der Gesetzentwurf dem Landtag zur Abstimmung vorgelegt. Findet er keine Mehrheit, folgt eine Volksabstimmung.

 

Weitere Nachrichten

So stehen die Chancen auf Sternschnuppen-Schau am Wochenende

Die Geminiden steuern auf ihren Höhepunkt zu. Wie gut die Aussichten auf Sternschnuppen am Nachthimmel sind, hängt laut der Wetterprognose ganz davon ab, wo man sich befindet.

Unbesetzte Lehrerstellen: IT-Fehler war schwerer als gedacht

Im Sommer fiel auf, dass 1.440 Lehrerstellen im Südwesten nicht besetzt waren. Nun hat eine Arbeitsgruppe erste Untersuchungsergebnisse zu dem Skandal vorgelegt.

Röntgen-KI fischt brennbare Akkus aus dem Müll

Akkus in alten Vapes, in Handys oder Grußkarten: Was eine neue Röntgen-KI alles aus den Müllbergen fischt – und warum das für die Sicherheit auf Recyclinghöfen so wichtig ist.

Karlsruher Drogeriemarkt-Kette dm startet Online-Apotheke

Kopfschmerztabletten per Mausklick: dm steigt ins Online-Arznei-Geschäft ein. Was sich für Kundinnen und Kunden jetzt ändert und warum der Apothekerverband warnt.

Polizist erschießt Mann in Bruchsal: Ermittlungsergebnis steht fest

Ein Mann greift Polizisten mit einem Messer und einem Fleischerbeil an - ein Beamter schießt und verletzt den Angreifer tödlich. War das rechtens? Ermittler kommen zu einem klaren Ergebnis.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.