News aus Baden-Württemberg
Nicht anfassen, nur beobachten: Giftige Ölkäfer in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg Nicht anfassen, nur beobachten: Giftige Ölkäfer in Baden-Württemberg

Quelle: Frank Hammerschmidt/dpa
dpa

Von Ölkäfern sollte man besser die Finger lassen – die giftigen Insekten krabbeln im Frühjahr auch in Baden-Württemberg. Das Gift eines Käfers kann einen Erwachsenen töten. Anderswo in Deutschland wurden aus Vorsicht schon Teile eines Schulhofes gesperrt.

Vor allem im Frühjahr krabbeln die giftigen Insekten auch im Südwesten: Ölkäfer sollte man besser nicht anfassen, sondern lieber aus etwas Entfernung beobachten, sagt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim Landesverband des BUND. Denn das Gift der Käfer sei schon in einer geringen Konzentration tödlich. Aus Vorsicht sperrte eine Gemeinde in Schleswig-Holstein Ende April Teile eines Schulhofes. Hier krabbelten Ölkäfer über den Spielplatz.

Das Problem sei sein starkes Gift. Der Käfer scheidet laut Stelzner bei Gefahr ölige Tröpfchen aus Poren an den Kniegelenken aus. Diese enthalten das Reizgift Cantharidin. Die Menge Gift in einem Käfer könne reichen, einen Erwachsenen zu töten. Zum Vergleich: Erst das Gift von fünf Kreuzottern habe den gleichen Effekt, so die Expertin. «Es ist Vorsicht geboten.» Doch wenn man sich richtig verhalte, passiere nichts.

In Baden-Württemberg wurden laut Umweltministerium bisher noch keine öffentlichen Räume wegen der Käfer geschlossen. Etwa 15 Arten von Ölkäfern soll es laut Naturschutzbund (Nabu) im Südwesten geben – viele davon entlang der großen Flüsse wie Rhein, Neckar und Donau. Am häufigsten sei der Violette Ölkäfer und der Schwarzblaue Ölkäfer, auch Maiwurm genannt. Die Arten seien als «gefährdet» eingestuft und streng geschützt.

Wenn man aus Versehen mit einem Ölkäfer in Berührung kommt, rät die Deutsche Wildtier Stiftung dazu, sich gründlich die Hände zu waschen und die entsprechende Stelle zu kühlen. Gefährlich kann es vor allem werden, wenn man das Tier verschluckt. Dann solle man zeitnah Kontakt zum Giftnotruf aufnehmen, heißt es. Doch man muss keine Panik vor den Tieren haben. Das ist laut Nabu unbegründet. Mit genügend Abstand und Vorsicht könne man die Besonderheiten der Käfer beobachten.

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.