News
Öffentlicher Dienst: Was der Tarifabschluss fürs Land bedeutet

News Öffentlicher Dienst: Was der Tarifabschluss fürs Land bedeutet

Quelle: Valeria Nickel/dpa/Archivbild
dpa

Milliarden für die Beschäftigten in Kitas, Unikliniken oder Behörden: Warum Finanzminister Bayaz von einer «erheblichen Belastung» für den Haushalt spricht – und die Einigung trotzdem lobt.

Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst im Südwesten bekommen in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld. Das Land will das in Potsdam ausgehandelte Tarifergebnis «zeitgleich und systemgerecht» auf die Beamtinnen und Beamten und die Richterinnen und Richter im Land übertragen, wie Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb hatten sich mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach tagelangen Tarifverhandlungen darauf geeinigt.

Die Menschen im Südwesten dürfen deshalb nun auch wieder auf störungsfreie Abläufe hoffen, zumindest in diesem Teil des Alltags. Weitere Warnstreiks oder gar unbefristete Streiks in Kitas, Hochschulen, Straßenmeistereien oder anderen öffentlichen Stellen sind vom Tisch.

Die ausgehandelten Kerninhalte:

– Erhöhung der Entgelte in drei Schritten: zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro; zum 1. März 2027 um weitere 2,0 Prozent; am 1. Januar 2028 um 1,0 Prozent.

– Nachwuchskräfte: um 150 Euro erhöhte Ausbildungsentgelte

– Schichtbeschäftigte: Zulage für Schichtdienste steigt auf monatlich 100 Euro, für Wechselschicht auf 200 Euro im Monat, in Krankenhäusern auf 250 Euro

– höhere Abschlussprämie für Auszubildende mit einer Gesamtnote mit «Sehr gut» oder «Gut» (500 Euro) ab Januar 2027

– Laufzeit: bis 31. Januar 2028, 27 Monate

Im Land sind laut Finanzministerium rund 84.000 tariflich Beschäftigte unmittelbar und rund 194.000 Landesbeamtinnen und Landesbeamten sowie rund 154.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger mittelbar von der Einigung betroffen.

Bayaz sprach von einem «fairen Kompromiss». «Er drückt die Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus.» Zugleich trage der Abschluss dazu bei, dass der öffentliche Dienst attraktiv bleibe.

Der Abschluss und der Übertrag stellten aber eine erhebliche finanzielle Belastung für den Landeshaushalt dar, sagte der Grünen-Politiker. «Bei den Kosten bewegen wir uns im Bereich von etwa 3,6 Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2028.» Man sei auch nicht jeder Forderung nachgekommen, etwa nach einem zusätzlichen freien Tag. «Das hätte angesichts der wirtschaftlichen Lage nicht in die Zeit gepasst.»

Angesichts der Kosten in Milliardenhöhe betonte Bayaz, das Land habe für das Jahr 2026 Vorsorge für den Tarifabschluss und den Übertrag getroffen. Danach müssten die Mehrkosten jeweils im Haushalt neu finanziert werden. «Das wird den finanziellen Spielraum des Landes künftig einschränken.»

 

Weitere Nachrichten

Pilotprojekt in Pfinztal: Erster Self-Service Wertstoffhof im Landkreis Karlsruhe eröffnet

Anfang März 2026, wurde in Pfinztal der erste Self-Service Wertstoffhof im Landkreis Karlsruhe in Betrieb genommen. Mit dem neuen Angebot erweitere der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe seinen Service deutlich, heißt es in einer Pressemeldung.

Tauben füttern ist in Karlsruhe verboten: Bußgeld von bis zu 5.000 Euro

In der Stadt Karlsruhe besteht seit 1994 ein Taubenfütterungsverbot und seit Kurzem auch ein Fütterungsverbot für Wildtiere. Auf das Problem des illegalen Taubenfütterns wird nun mittels mobiler Informationstafeln aufmerksam gemacht, teilt die Stadt mit.

Kunstinstallation "The Cage" kommt in die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe

Vom 07. März bis zum 29. März 2026, wird mit "The Cage" von Künstler Fahar Al-Salih eine Kunstinstallation in der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz zu erleben sein. Zu sehen war "The Cage" bereits auf der Kunstmesse art karlsruhe im Jahr 2023.

Lebensretter werden: Typisierungsaktion beim KSC-Heimspiel gegen Dynamo Dresden

Beim KSC-Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag, 08. März 2026, dürfen alle KSC-Fans vor Anpfiff Stammzellenspenderin und -spender werden. Alle die mitmachen möchten, können sich an einem von drei Ständen im und um den BBBank Wildpark typisieren lassen.

Mitte März geht's los: Karlsruher Dreck-weg-Wochen mit 20. Jubiläum

Die Dreck-weg-Wochen in Karlsruhe finden vom 16. März bis 30. April 2026 statt. Wer mitmachen möchte, kann sich ab sofort beim Team Sauberes Karlsruhe anmelden. Ob als Gruppe oder Einzelperson, bei den Dreck-weg-Wochen kann jeder mitmachen.

Die Bäckerei Neff hat viele Standorte.

Karlsruher Bäckerei Neff ist insolvent: 200 Jobs betroffen - Betrieb läuft vorerst weiter

Die Rudolf Neff GmbH hat beim Amtsgericht Karlsruhe einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Rund 200 Beschäftigte und 19 Filialen in Karlsruhe und der Region seien betroffen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.