Corona in der Fächerstadt
Polizeipräsidentin über Corona-Regelungen: „Teilweise kritische Verhältnisse“

Corona in der Fächerstadt Polizeipräsidentin über Corona-Regelungen: „Teilweise kritische Verhältnisse“

Quelle: meinKA

Auch wenn sich die Karlsruher meist „geordnet und diszipliniert“ verhalten, sind dennoch „teilweise kritische Verhältnisse“ zu beobachten, informiert Karlsruhes Polizeipräsidentin Caren Denner im Hinblick auf die Einhaltung der Corona-Regelungen.

Mehrheit hält sich an Corona-Regelungen

Seit Anfang der Woche werden Verstöße gegen die Tragepflicht eines Mund-Nasenschutzes beispielsweise in Ladengeschäften oder im öffentlichen Personen- und Nahverkehr mit einem Bußgeld bestraft. Nachdem in der Woche zuvor Polizeibeamte bei erkannten Verstößen die Betroffenen nur angesprochen und auf die Tragepflicht hingewiesen haben, konnten diese nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige verfolgt werden.

In den ersten Tagen mussten von den Polizeistellen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe allerdings nur sehr wenige Verstöße gegen die Corona-Regelungen geahndet werden. „Die Mehrheit der Menschen hält sich nach wie vor an die Regelungen der Corona-Verordnung und auch an die Tragepflicht eines Mund-Nasenschutzes“, fasst Caren Denner, Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Karlsruhe, zusammen.

 

Nachlässigkeiten in den Einkaufsstraßen

Im öffentlichen Nahverkehr sind die Erfahrungen des Polizeipräsidiums Karlsruhe ebenfalls sehr positiv. Auch in Ladengeschäften musste bislang nur sehr selten eingegriffen werden. „Überwiegend verhalten sich die Menschen sehr geordnet und diszipliniert. Wir beobachten aber auch, dass Konzentration und Aufmerksamkeit nachlassen, sobald der Mundschutz abgenommen ist“, erklärt Caren Denner. „Vermehrt festzustellen sind Nachlässigkeiten beispielsweise in den Einkaufsstraßen. Hier kommen sich die Leute regelmäßig ohne Schutzmasken zu nahe.“

 

Kritische Verhältnisse bei Eisdielen & Spielplätzen

Die polizeilichen Corona-Streifen berichten zudem, dass sich die Kunden bei Eisdielen zunächst mit ausreichendem Abstand in die Warteschlange einreihen, um dann abseits davon mit dem Eis in der Hand in Gruppen eng zusammenzusitzen. Auch auf den wieder geöffneten Spielplätzen wurden teilweise kritische Verhältnisse festgestellt. Beim schönen Wetter der vergangenen Tage waren diese nämlich oft von zu vielen Eltern und Kindern besucht, so dass die verordneten Abstände nicht eingehalten wurden.

„Unsere dringende Bitte ist, dass sich das aufmerksame Verhalten nicht nur auf die explizit beschriebenen Bereiche bezieht. Vielmehr sollte man sich grundsätzlich beim Bewegen in der Öffentlichkeit besonders umsichtig verhalten und gegebenenfalls auch einmal außerhalb der beschriebenen Orte – wenn nämlich die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können – einen Mund-Nasenschutz anziehen“, appelliert die Polizeipräsidentin.

 

Verkehrsüberwachung wieder mehr gefordert

Da sich nicht nur der Personenverkehr in den Städten, sondern auch die Verkehrssituation auf den Straßen und Autobahnen absehbar auf ein normales Niveau zurückentwickeln wird, ist die Polizei zusätzlich bei der Verkehrsüberwachung nun wieder stärker gefordert.

„Die Unfallgefahren nehmen mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen wieder zu. Daher werden wir auch unsere Kontrollaktivität auf das vor der Corona-Zeit übliche Maß anheben und die Unfallursachen mit gezielten Maßnahmen bekämpfen“, kündigt Caren Denner an.

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