Ausstellungsprogramm 2021
Programm: Das gibt es 2021 in der Staatlichen Kunsthalle zu sehen

Ausstellungsprogramm 2021 Programm: Das gibt es 2021 in der Staatlichen Kunsthalle zu sehen

Quelle: Thomas Riedel

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ist – wie alle anderen Kultureinrichtungen in Deutschland auch – im Lockdown ins Jahr 2021 gestartet. Hinter den Kulissen warten auf die Besucher allerdings bereits Einiges. Das Programm 2021 gibt es hier im Überblick!

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe im Lockdown

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ist im Lockdown ins Jahr 2021 gestartet. Hinter den Kulissen wartet die bereits vollständig eingerichtete Ausstellung François Boucher. Künstler des Rokoko auf ihre ersten Besucher! Dank der Zustimmung der Leihgeber kann die geplante Laufzeit der Boucher-Ausstellung erfreulicherweise verlängert werden, teilt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe in einer Pressemeldung mit.

Aktuell ist demnach vorgesehen, die Ausstellung bis zum 05. April 2021 zu präsentieren. „Dass vor dem Hintergrund der Pandemie das Jahresprogramm von Ungewissheit geprägt ist, stellt uns weiterhin vor besondere Herausforderungen. Aber auch wenn uns derzeit noch die persönlichen Begegnungen mit Kunstwerken verwehrt bleiben, sind wir froh, mit dem umfangreichen digitalen Angebot der Kunsthalle die Wartezeit bis zur Wiederöffnung sinnvoll, lehrreich und unterhaltsam verkürzen zu können“, so Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle.

 

Das Ausstellungsprogramm 2021 im Überblick

François Boucher. Künstler des Rokoko

Als erstes Highlight des Ausstellungsjahres präsentiert die Kunsthalle – wie bereits erwähnt: voraussichtlich noch bis zum 05. April 2021 – François Boucher, dessen Kunst als Inbegriff des französischen Rokoko gilt. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit.

Erstmals in Deutschland wird dem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour damit eine monografische Ausstellung gewidmet. Das Projekt knüpft an die lange Sammlungstradition des Hauses Baden an. Markgräfin Karoline Luise gab 1759 zwei Pastoralen bei Boucher in Auftrag.

Trotz aktueller Schließzeit kann die Ausstellung derzeit online entdeckt werden.

 

Volle Kanne Kunst. JuKu feat. Das Änderungsatelier

Das Karlsruher Künstlerteam „Das Änderungsatelier“ zeigt in der Jungen Kunsthalle, ebenfalls voraussichtlich bis zum 05. April, eine außergewöhnliche Installation rund um die Gießkanne, die Kinder, Jugendliche und Familien zu einer vergnüglichen und zugleich schrägen Entdeckungstour einlädt, erklärt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe weiter.

Während im Erdgeschoss und Treppenhaus der Jungen Kunsthalle das Treiben der Gießkannen verfolgt werden kann, gibt es im Obergeschoss Raum für die eigene Kreativität der jungen Besucher.

 

| Quelle: Miriam Sieber

 

Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst

2021 wollte die Kunsthalle Karlsruhe ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Statt großer Feierlichkeiten wird das Ausstellungshighlight „Inventing Nature“ nachgeholt. Die für das Frühjahr 2020 geplante Schau war aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben worden und wird als großes Finale vor der umbaubedingten Schließzeit voraussichtlich ab 17. Juli präsentiert.

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und des global zunehmenden Umweltbewusstseins wie auch der aktuellen Erfahrungen der Pandemie nimmt die Ausstellung das Verhältnis zur Welt der Pflanzen in den Blick. Werke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte vom Spätmittalter bis in die Gegenwart führen in dialogischen Konstellationen den Wandel unserer Bilder und des Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen.

 

ISS MICH! Obst und Gemüse in der Kunst

Das Team der Kunstvermittlung präsentiert ebenfalls voraussichtlich ab 17. Juli die Ausstellung „ISS MICH! Obst und Gemüse in der Kunst“. Zu sehen sind Kunstwerke mit köstlichen Früchten, saftigem Obst und knackigem Gemüse – eine visuelle Gaumenfreude. Neben dem ästhetischen Genuss der Gemälde und Objekte sollen diese auch zum Nachdenken anregen. Die künstlerischen Darstellungsformen sind dabei mindestens so vielfältig wie das Obst und Gemüse selbst.

 

175 Jahre Kunsthalle und Interimspräsentation

Vor 175 Jahren – am 1. Mai 1846 – wurde die Kunsthalle Karlsruhe mit dem Gebäude von Heinrich Hübsch eröffnet. Bis heute ist es in großen Teilen seiner originalen Substanz erhalten und gehört damit zu den ältesten Museumsbauten in Deutschland.

Das Jubiläumsjahr 2021 markiert die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft, denn die Kunsthalle verändert sich: Sie geht in eine mehrjährige Schließzeit, um sich nach Jahren in Interimsdomizilen neu und zeitgemäß zu präsentieren, geht aus der Meldung hervor.

Mit der Herstellung von Barrierefreiheit, der Verbesserung der räumlichen Orientierung und der Erneuerung der technischen Infrastruktur werden wichtige Schritte unternommen, das Museum ins 21. Jahrhundert zu führen. Zudem wird sich nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen die Sammlung in neuem Glanz präsentieren.

Vorher wird die Kunsthalle im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien mit einem Interimsstandort zu Gast sein und voraussichtlich von 2022 bis 2024 dort ausgewählte Werke ihrer Sammlung präsentieren. Über einen konkreten Termin zur Schließung der Kunsthalle wird zu gegebenem Zeitpunkt gesondert informiert.

 

Piranesi digital & Kunsthalle digital

Die Kunsthalle arbeitet aktuell an einer Datenbank beziehungsweise einer Vermittlungsplattform mit dem Arbeitstitel „Piranesi digital“. Das Vorhaben wird die Ergebnisse des vierjährigen, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Schweizer Nationalfonds finanzierten Forschungsprojektes zu den Klebebänden mit Zeichnungen von Giovanni Battista Piranesi und seiner Werkstatt sichern und dauerhaft einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die digitalen Angebote der Kunsthalle bieten neue Perspektiven auf Kunstwerke, Blicke hinter die Kulissen, einen Zeitvertreib und Inspirationen. Auf den Social Media Kanälen und dem Blog der Kunsthalle erfährt man ebenfalls viel aus der Kunsthalle, während im Podcast wechselnde Akteure aus Kunst, Kultur und Gesellschaft zu hören sind. Seit einem halben Jahr ist mit Art of die mobile Website der Kunsthalle mit drei Anwendungen online.

 

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