News aus Baden-Württemberg
Projekt „Schwitzen statt Sitzen“: Mehr als 132.000 Hafttage weggearbeitet

News aus Baden-Württemberg Projekt „Schwitzen statt Sitzen“: Mehr als 132.000 Hafttage weggearbeitet

Quelle: Bernd Weißbrod
dpa

Pro Hafttag müssen vier Stunden Arbeit geleistet werden: Mit dem Projekt «Schwitzen statt Sitzen» sind im vergangenen Jahr im Südwesten 132.299 Hafttage vermieden worden.

Das teilte der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Achim Brauneisen am Montag in Stuttgart mit. Er sprach von 14.519 Vermittlungsaufträgen in 2021 – im Jahr 2020 waren es 14.193. Brauneisen ist Vorsitzender des Verbands Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg.

An dem Projekt «Schwitzen statt Sitzen» können Menschen teilnehmen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können und deshalb mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen müssen. Den Gang ins Gefängnis können sie abwenden, wenn sie gemeinnützige Arbeit leisten. Das Projekt gibt es seit 1987 in Baden-Württemberg.

Brauneisen zog trotz erschwerter Bedingungen in der Pandemie eine positive Bilanz der Bewährungshilfe im Land. Es sei zwar schwierig gewesen, an die Klienten heranzukommen in Corona-Zeiten. Auch die Vollzugsanstalten seien teils nicht offen gewesen für soziale Dienste. Aber in den beiden vergangenen Jahren sei die Zahl der Rückfälle unter den Straffälligen nicht bedeutend höher gewesen als vor der Pandemie. Allerdings sei die Zuweisung von Geldbußen an die Bewährungshelfer durch Gerichte und Staatsanwaltschaften deutlich zurückgegangen im vergangenen Jahr. Einige Vereine hätten auf knapp 40 Prozent des Bußgeldaufkommens verzichten müssen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie. Brauneisen sprach von einer schwierigen Situation.

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.