News aus Baden-Württemberg
Protest gegen rechts: Weitere Aktionen am Sonntag

News aus Baden-Württemberg Protest gegen rechts: Weitere Aktionen am Sonntag

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg: Bereits am Samstag haben in Baden-Württemberg gut 80.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie demonstriert. Weitere Proteste sind angekündigt.

Nach dem Protesttag mit Zehntausenden Menschen im Südwesten stehen weitere Aktionen gegen rechts an. Unter dem Motto «Baden gegen Extremismus und für Demokratie» ruft am Sonntag etwa in Baden-Baden ein Bündnis aus Politik, Kirchen und Gesellschaft zu einer Demonstration auf. In Freiburg wollen ebenfalls Menschen auf die Straße gehen und für den Schutz der Demokratie demonstrieren.

Außerdem soll es in Stuttgart am Sonntagnachmittag eine Kundgebung geben: Dort werden nach Angaben der Organisatoren etwa 700 Menschen erwartet. Unter den Demonstranten soll auch Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) sein, die nach Angaben ihres Hauses sprechen wird. Die drei Aktionen sollen jeweils um 15.00 Uhr beginnen.

Bundesweit waren am Samstag zahlreiche Menschen gegen rechts auf die Straßen gegangen. Allein im Südwesten waren es nach Angaben von Polizei und Veranstaltern gut 80.000 Menschen. Proteste gab es unter anderem in Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm. Überall kamen deutlich mehr Menschen als zuvor erwartet.

Unterstützung kam vielerorts im Land von großen gesellschaftlichen Bündnissen: An ihnen beteiligten sich neben SPD, Grünen und Linken sowie Kirchen und Gewerkschaften unter anderem Kultureinrichtungen und Fußballvereine. Zuspruch kam auch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Dutzenden Stadtoberhäuptern.

Auslöser der Proteste ist ein Bericht des Medienhauses Correctiv aus der vergangenen Woche über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen von Rechtsradikalen vom 25. November. Daran teilgenommen hatten in einer Potsdamer Villa auch mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion.

Bei dem Treffen hatte der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, eigenen Aussagen zufolge über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.

 

Weitere Nachrichten

Verfassungsschutzbericht: Diese Extremisten bedrohen das Land am stärksten

Islamistische Angriffe, rechtsextremer Nachwuchs und «Wegwerf-Agenten» im Dienste Russlands: Der Staat wird angefeindet, von allen Seiten. Wie gefährlich der Extremismus ist für das Land.

Zwischen Sexfrust und Salafismus: die "Mincel"-Bewegung

Im Netz gedeihen neue Ideologen, die Gleichberechtigung ablehnen und starre Rollenbilder zementieren. Wie gefährlich ist die neue Bewegung?

Bundeswehr baut Sigmaringen zum Zentrum für Heimatschutz aus

Die Bundeswehr plant, Sigmaringen zum Zentrum für Heimatschutz in Baden-Württemberg auszubauen. Was sich vor Ort künftig ändern soll.

Mädchen nach Zusammenstoß mit Auto im Landkreis Karlsruhe schwer verletzt

Eine Elfjährige will offenbar einen Bus erreichen und rennt auf die Straße. Dort wird sie von einem Auto erfasst.

74-Jähriger stirbt bei Frontalzusammenstoß auf Landstraße in Karlsbad

Ein älterer Fahrer gerät in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn – der Zusammenstoß endet für ihn tödlich. Ein 29-Jähriger wird bei dem Unfall schwer verletzt.

Nach Sturz aus Bahn in Karlsruhe - Staatsanwaltschaft legt Beschwerde ein

Das Gericht hat Zweifel und lehnt es ab, nach dem Sturz eines Bahnmitarbeiters aus dem Zug Haftbefehl gegen einen Fahrgast zu erlassen. Die Staatsanwaltschaft legt jetzt nach.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.