Schwimm- & Hallenbäder in der Corona-Zeit
Reinigung & Revision: Karlsruher Bäder nutzen Corona-Zeit sinnvoll

Schwimm- & Hallenbäder in der Corona-Zeit Reinigung & Revision: Karlsruher Bäder nutzen Corona-Zeit sinnvoll

Quelle: Pixabay

Die Karlsruher Bäder sind aufgrund der Corona-Pandemie noch bis mindestens 19. April 2020 geschlossen. Doch können die Bäder diese Zeit sinnvoll nutzen und ist der Saisonstart der Freibäder in Gefahr? meinKA hat bei der Bädergesellschaft nachgefragt.

Darum ist die Karlsruher Bäderlandschaft geschlossen

Schwimmbäder und Saunen sind in Karlsruhe vorerst bis Sonntag, den 19. April 2020 geschlossen. Grund hierfür ist die Eindämmung der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Noch vor der offiziellen Schließung haben Bäder bundesweit darüber informiert, dass es sich bei Sauna, Schwimm- und Hallenbädern nicht um Orte handle, an denen ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe – laut dem Robert-Koch-Institut können sich Coronaviren zudem nicht über das Badewasser verbreiten, sterben ab einer Temperatur von 60 Grad Celsius sogar ab.

Doch warum sind die Bäder geschlossen? Der eigentliche Grund liegt darin, dass überall, wo sich Menschen auf engem Raum befinden, auch eine Ansteckung mit dem Coronavirus möglich ist. In Bädern tummeln sich gerne viele Menschen und in der Sauna ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern oft auch eher schwierig. Denn auch wenn die Viren zwar bereits ab 60 Grad Celsius getötet werden, so ist eine Ansteckung über Tröpfcheninfektion durchaus möglich.

 

Das Europabad hat geschlossen | Quelle: tor

 

Leere Becken & Saunen – so nutzen die Bäder die Corona-Zeit

Die meisten der Karlsruher Bäder haben eigentlich täglich geöffnet – doch nun ist es ruhig in den Schwimm- und Saunalandschaften der Fächerstadt. Die Karlsruher Bäder nutzen diese Zeit allerdings sinnvoll: Die Mitarbeiter bauen ihre Überstunden ab oder nehmen Urlaub. Außerdem wird in den Bädern weiterhin gearbeitet: „In den kommenden Wochen werden intensive Reinigungs- sowie Revisionsarbeiten durchgeführt“, so die Karlsruher Bädergesellschaft.

Denn eine mehrwöchige Schließung heißt nicht automatisch Stillstand: „Um auch über die Sonder-Schließzeit hinaus beste Wasserqualität bieten zu können, müssen die Wasserkreisläufe in den einzelnen Schwimmbädern regelmäßig betrieben werden, so auch während der momentanen Situation“, erklärt die Bädergesellschaft die aktuelle Lage. Demnach wird also nur vereinzelt das Wasser aus den Becken gelassen, um Revisions- und Fliesenarbeiten durchzuführen. Die anderen Becken sind außerdem etwas kühler, denn um Kosten zu sparen, werden diese derzeit nicht auf Betriebsniveau geheizt.

Selbst die Belüftung der einzelnen Schwimmhallen ist inzwischen auf ein Minimum heruntergefahren. Bei den Saunen der Fächerstadt-Bäder sind ebenfalls kühlere Temperaturen eingezogen, denn diese werden aktuell natürlich auch nicht geheizt, sondern bekommen, so die Karlsruher Bäder, „eine intensive Reinigung“.

 

Die leeren Saunen werden nun intensiv gereinigt. | Quelle: Pixabay

 

Ist der Start der Karlsruher Freibad-Saison in Gefahr?

Als Deutschlands erstes Freibad hat das Sonnenbad bereits im Februar 2020 die Open-Air-Saison eröffnet. Doch nun ist das Traditionsbad nur kurze Zeit später wieder geschlossen. Doch wie sieht es mit dem Rheinstrandbad, dem Freibad Rappenwört und dem Durlacher Turmbergbad aus – verschiebt sich aufgrund der Corona-Pandemie auch der Start in die Freibadsaison 2020 Anfang Mai?

„Die Schließung der Karlsruher Bäder ist bis einschließlich Sonntag, den 19. April 2020 vorgesehen. Aktuell gehen wir daher vom regulären Freibad-Saisonstart am 09. Mai 2020 aus“, beantwortet die Karlsruher Bädergesellschaft diese Frage. Zudem werden nicht nur in den Schwimm- und Hallenbädern samt Saunen in den kommenden Wochen Reinigungs- sowie Revisionsarbeiten durchgeführt, sondern auch die Karlsruher Freibäder weiterhin auf den Saisonstart im Mai vorbereitet.

 

Rheinstrandbad Rappenwört | Quelle: Karlsruher Bädergesellschaft

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