News
Rotes Kreuz informiert: Brauchen mehr Geld und müssen moderner werden

News Rotes Kreuz informiert: Brauchen mehr Geld und müssen moderner werden

Quelle: Daniel Karmann/dpa
dpa

Die Katastrophe im Ahrtal, das verheerende Hochwasser in Württemberg, die Bedrohung aus dem Osten: Das Deutsche Rote Kreuz sieht aktuell enorme Krisen. Und will mehr Geld. Sehr viel mehr.

Der Bevölkerungsschutz muss nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dringend modernisiert und finanziell deutlich stärker unterstützt werden. Er sei in seiner heutigen Form noch «ein Kind des Kalten Krieges», sagte die Präsidentin des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, Barbara Bosch. «Die etablierten Lösungen greifen zu kurz.»

Angesichts der jüngsten Extremwetterereignisse etwa im Ahrtal oder in Württemberg vor einem Jahr, aber auch angesichts der Pandemie und der geopolitischen Unsicherheiten müsse der Bevölkerungsschutz moderner, resilienter und durchhaltefähiger werden.

 

Rotes Kreuz will Verzehnfachung der Mittel

«Die steigenden Anforderungen verlangen sowohl im Katastrophenschutz als auch im Rettungsdienst deutlich höhere finanzielle Mittel», sagte auch der Präsident des DRK-Landesverbands Badisches Rotes Kreuz, Hanno Hurth. Um Materialreserven, Spezialfahrzeuge und Einsatzkräfte für den Ernstfall bereitzuhalten und moderner aufgestellt zu sein, müssten aus Sicht des DRK 0,5 Prozent des jährlichen Landeshaushaltes für den Bevölkerungsschutz bereitgestellt werden. Umgerechnet sind das jährlich bis zu 300 Millionen Euro – das ist etwa das Zehnfache der derzeitigen Mittel.

Außerdem müssten Absprachen künftig regelmäßiger und kontinuierlicher stattfinden als bislang. Deshalb müsse ein Landeskompetenzzentrum für den Katastrophenschutz geschaffen werden. Dort könnten alle im Land engagierten Organisationen mit Sicherheitsaufgaben besser vernetzt werden.

 

80.000 Mitarbeitende beim Roten Kreuz

In Baden-Württemberg leistet das Rote Kreuz nach eigenen Angaben etwa 75 Prozent des Rettungsdienstes und gewährleistet mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern den weit überwiegenden Teil des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes. Beim DRK sind 63.466 Ehrenamtliche und 17.505 Hauptamtliche aktiv.

 

Weitere Nachrichten

Unruhe in grenznahen Freibädern: So handeln die Bäder

In Freibädern nahe der französischen Grenze kommt es immer wieder zu Vorfällen - häufig sind Badegäste aus dem Elsass beteiligt. Wie gehen die Bäder mit der Situation um?

Mechanic teaching an intern the best practice. Learning on the job during a practical internship in a garage

Um fast 10 Prozent: Arbeitsagentur meldet Rückgang bei Berufsausbildungsstellen

Die Krise der Wirtschaft schlägt laut Arbeitsagentur auf den Ausbildungsmarkt im Südwesten durch. Deutlich weniger Ausbildungsstellen wurden zuletzt gemeldet. Was bedeutet das für junge Menschen?

Vandalismus im Naturschutzgebiet: KSC-Graffiti verärgert Schwarzwaldverein

Ein blaues Graffiti am Karlsruher Grat im Nordschwarzwald sorgt für Ärger beim Schwarzwaldverein Hornisgrinde. Der vermutet die Urheber in der Fanszene des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC.

Fahrer eingeklemmt: Lkw kracht auf A5 in Karlsruhe auf Abschlepper

Auf den Auffahrunfall auf der Autobahn folgt eine Vollsperrung - und ein kilometerlanger Stau. Was ist zur Unfallursache bekannt?

Öffentlichkeitsarbeit: Polizei in Baden-Württemberg nennt künftig die Täter-Nationalität

In Baden-Württemberg will die Polizei künftig immer die Nationalität von Verdächtigen nennen. Warum Innenminister Hagel auf eine bundesweit einheitliche Regelung drängt.

Vollsperrung nach Flächenbrand neben Bundesstraße 36 in Karlsruhe

Ein Feuer auf einem Feld sorgt für eine Vollsperrung der Bundesstraße 36. Noch ist unklar, wodurch der Brand ausgelöst wurde.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.