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Schlag gegen Rauschgifthändlerring in Karlsruhe: Neun Tatverdächtige in U-haft

News Schlag gegen Rauschgifthändlerring in Karlsruhe: Neun Tatverdächtige in U-haft

Quelle: Patrick Pleul

Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe hervorgeht, ist Anfang August 2022 ein „empfindlicher Schlag“ gegen einen überregional agierenden Rauschgifthändlerring gelungen.

Schlag gegen Rauschgifthändlerring

Den Karlsruher Ermittlungsbehörden ist Anfang August ein empfindlicher Schlag gegen einen überregional agierenden Rauschgifthändlerring gelungen, heißt es in einer Pressemeldung.

Bereits seit über eineinhalb Jahren ermitteln die Abteilung für organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und die Kriminalinspektion 4 des Polizeipräsidiums Karlsruhe gegen eine Gruppierung, die im Raum Karlsruhe, Bruchsal, Heidelberg und Speyer ansässig ist.

 

35-jähriger Tatverdächtiger im Visier

Die Ermittlungsbehörden waren zum Jahresende 2020 aufgrund von Hinweisen aus dem Ausland auf einen im nördlichen Landkreis Karlsruhe wohnhaften 35-jährigen Tatverdächtigen aufmerksam geworden. Nach und nach erschloss sich bei Ermittlungs- und Überwachungstätigkeit mit mehreren tausend Einsatzstunden der höchst konspirativ agierende und daher nur schwierig zu ermittelnde Personenkreis von Tatverdächtigen.

Der Gruppierung wird vorgeworfen, unter Investition hoher Geldbeträge in Verschleierung von Kommunikation und Transportwegen ein weitverzweigtes Drogenhandelsnetzwerk aufgebaut zu haben. Bisherigen Erkenntnissen zufolge stammte das Rauschgift vorwiegend aus Spanien und erreichte mittels Transportlogistik einer im benachbarten Ausland aktiven Tätergruppierung Deutschland.

 

Neun Personen in Untersuchungshaft

Hierbei bedienten sich die Beschuldigten der sogenannten „Krypto-Kommunikation“. Es handelt sich dabei um Nachrichten über verschlüsselte Chat-Plattformen, die dem Nutzer versprechen, in seinem – illegalen – Treiben vor dem Zugriff der Ermittlungsbehörden sicher zu sein. Das ist tatsächlich aber nicht der Fall, wird informiert.

Im Zuge mehrtägiger Zugriffs- und Durchsuchungsaktionen kamen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe insgesamt neun Personen in Untersuchungshaft, weitere Tatgenossen befinden sich derzeit noch auf der Flucht. Bei den sich in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten handelt es sich um eine 29 Jahre alte Frau und weitere acht überwiegend deutsche Tatverdächtige im Alter zwischen 25 und 61 Jahren.

 

Marihuana, Kokain & weiteres Rauschgift

Dem 35-jährigen Haupttäter wird mit Haftbefehl des Amtsgerichts Karlsruhe zur Last gelegt, allein im Zeitraum April 2020 bis Anfang Juni 2021 unter Nutzung von Krypto-Plattformen mehr als 638 Kilogramm Marihuana
und Haschisch sowie weiteres Rauschgift einschließlich Kokain gewinnbringend umgesetzt zu haben.

Die am 03. August gestarteten Durchsuchungsmaßnahmen umfassten insgesamt über 30 Wohn-, Geschäfts- und Lagerräume im nördlichen Landkreis Karlsruhe sowie im Bereich von Heidelberg und Speyer und führten zur Sicherstellung von mehr als 150 Kilogramm Marihuana, zweieinhalb Kilogramm Kokain und jeweils über ein Kilogramm Haschisch und Amphetamin sowie Schusswaffen.

 

Dealgeld, Schmuck, Uhren & Sportboot

Die Maßnahmen förderten zudem eine professionell betriebene Marihuana-Plantage im Bereich Heidelberg zu Tage. In dieser waren die Täter nach ersten Schätzungen der Kriminalpolizei in der Lage, zwischen 1.500 und 2.000 Cannabispflanzen zeitgleich anzubauen.

Finanzermittler der Kriminalpolizei konnten Vermögenswerte – unter anderem mutmaßliches Dealgeld, Schmuck, Uhren sowie ein hochpreisiges Sportboot – im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro zur Vorbereitung der Einziehung beschlagnahmen.

Die Ermittlungen gegen die Gruppierung wegen Vorwurfs des bewaffneten bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Waffenhandels dauern an.

 

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