Corona in der Fächerstadt
Servicezentrum Auto & Verkehr ab Montag wieder im Normalbetrieb

Corona in der Fächerstadt Servicezentrum Auto & Verkehr ab Montag wieder im Normalbetrieb

Quelle: Thomas Riedel

Nach dem Herunterfahren der Bürgerdienste im Zuge der Corona-Pandemie Ende März 2020 und einem wochenlang eingeschränkten Basisbetrieb kehrt das Servicezentrum Auto und Verkehr am Montag, den 25. Mai 2020 wieder in den Normalbetrieb zurück.

Normalbetrieb beim Servicezentrum Auto & Verkehr

Seit rund acht Wochen befinden sich die Bürgerdienste in Karlsruhe aufgrund der Corona-Krise in einem eingeschränkten Basisbetrieb. Doch nun kehrt das Servicezentrum Auto und Verkehr am Montag, den 25. Mai 2020 als erster Fachbereich des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) wieder in den Normalbetrieb zurück. Darüber informiert die Stadt Karlsruhe in einer Mitteilung.

Das bedeutet: Die bekannten Dienstleistungen aus den Bereichen Kfz-Zulassung, Führerschein-, Bußgeld- und Straßenverkehrsstelle werden unter den gebotenen Schutzmaßnahmen wieder in der Steinhäuserstraße 22 angeboten. „Wir mussten uns in den vergangenen Wochen neu erfinden, Bewährtes hinterfragen und nahezu alle Abläufe komplett neu entwickeln“, erklärt OA-Leiter Dr. Björn Weiße. „Auch wenn wir versuchen, den gleichen Service wie vor der Krise zu bieten, wird es zu Veränderungen kommen“, so Weiße weiter.

 

Wichtig: Vorsprachen nur nach Terminvereinbarung

Das Karlsruher Amt, das mit die meisten Kunden am Tag bedient, war in den vergangenen Wochen gezwungen, das Kundenaufkommen deutlich zu reduzieren und zu steuern, um Abstandsregeln gewährleisten zu können. Sämtliche Produkte, die gesetzlich kein persönliches Erscheinen verlangen, werden digital angeboten, so die Stadt Karlsruhe.

Eine weitere Neuerung wird sein, dass persönliche Vorsprachen nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung über das Internet oder die Behördennummer 115 möglich sein werden. „Ebenso wie die Einzelhandelsbetriebe, müssen auch wir Gruppenbildung vermeiden und Warteschlangen so organisieren, dass für niemanden eine Ansteckungsgefahr besteht“, erläutert Weiße. Doch das gelinge nur, „wenn wir dafür Sorge tragen, dass nur Kundinnen und Kunden im Haus sind, die einen Termin haben.“

Die Abläufe wurden außerdem so umgestellt, dass eine Terminvereinbarung erst dann erfolgt, wenn alle Antragsunterlagen vorab der Behörde zur Verfügung gestellt und auf Vollständigkeit geprüft wurden. Erneute Vorsprachen wegen fehlender oder falscher Unterlagen sollen so vermieden werden. Was gleich bleibt, ist der Zugang – dieser erfolgt wie bisher auch über den ADAC-Haupteingang, ist aber jeweils erst kurz vor dem Termin möglich.

 

Bürgermeister Albert Käuflein bittet um Verständnis

„Ich bin froh, dass wir nun wieder schrittweise in den Normalbetrieb zurückfinden“, sagt Bürgermeister Dr. Albert Käuflein. „Obwohl wir in den Wochen des Basisbetriebs viele Kundinnen und Kunden bedienen konnten, baut sich eine Bugwelle an Anliegen auf, die wir irgendwann nicht mehr abarbeiten können. Insofern müssen wir die Verwaltung jetzt wieder komplett öffnen.“

Käuflein bittet außerdem um Verständnis für die notwendigen Veränderungen in den Abläufen, verweist aber auf andere Großstädte, die noch lange nicht in den Normalbetrieb zurückkehren könnten. Diese seien seit acht Wochen nur in einem Notbetrieb erreichbar, „da hatten wir bereits über 10.000 Kundinnen und Kunden persönlich bedient.“

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