News aus Baden-Württemberg
Sport-Trend aus Corona-Zeit stützt heute noch Nachfrage

News aus Baden-Württemberg Sport-Trend aus Corona-Zeit stützt heute noch Nachfrage

Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild
dpa

Raus aus der Halle, rein in den Wald: Was die Pandemie erzwang, hat sich bei Sportbegeisterten aus Sicht des Handelsverbunds Intersport nachhaltig gehalten. Ein Trend ist jedoch wieder verschwunden.

Der Sporttrend aus der Corona-Zeit sorgt aus Sicht des Handelsverbunds Intersport auch in der aktuellen Energiekrise für weiter hohe Kundennachfrage. Während Corona seien Sport und Gesundheit wieder mehr in den Fokus gerückt, sagte Intersport-Deutschland-Chef Alexander von Preen der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen haben umgedacht in der Krise und investieren dort gerne, weil sie gemerkt haben: Es macht Sinn, sich fit zu halten. Sport ist systemrelevant.» Aus diesen Gründen sei hier auch in der aktuellen Krise kaum Kaufzurückhaltung zu beobachten.

Der Jogging-Trend etwa habe die Pandemie überdauert, sagte der fürs laufende Geschäft zuständige Intersport-Vorstand Frank Geisler. Dazu komme, dass Mannschaftssport nun wieder erlaubt sei. «Wir waren seit Jahren zum ersten Mal wieder mit Fußballschuhen ausverkauft. Da hat es vor der Pandemie ein riesiges Überangebot gegeben und aktuell sind wir froh über jeden Schuh, der geliefert wird.» Auch der seit Jahren spürbare Outdoor-Trend habe nochmal einen Schub erfahren. Andere Corona-Entwicklungen hätten sich hingegen nicht fortgesetzt – die Nachfrage nach Inlinern etwa sei wieder zurückgegangen.

Der Vorstandsvorsitzende Von Preen, der gemeinsam mit anderen Händlern 2021 eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesnotbremse angestrebt hatte, bewertet das Agieren der Politik in der Corona-Zeit rückblickend positiv. «Im Großen und Ganzen war das okay, wie die Regierung das gemanagt hat», sagte der Manager, der seit November auch Präsident des Handelsverbands Deutschland ist. Durch die Hilfen, die letztlich geflossen seien, habe das Geschäft stabilisiert werden können. Dass die Verfassungsbeschwerde letztlich vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen wurde, sei dann nicht mehr ins Gewicht gefallen: «Schwamm drüber.»

Intersport hatte im Geschäftsjahr 2020/2021 (bis 30.9.) rund 2,65 Milliarden Euro umgesetzt und damit rund ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Online-Anteil am Umsatz lag bei rund 38 Prozent – Ziel sei eine Steigerung auf 60 Prozent bis zum Jahr 2030. Insgesamt sind über 1500 Geschäfte in Deutschland genossenschaftlich bei Intersport organisiert. Zum abgelaufenen Geschäftsjahr will sich die Deutschlandzentrale Ende Januar äußern.

Während der Pandemie habe der Handelsverbund Millionen in Digitalisierung und Warenwirtschaft gesteckt, sagte Finanzvorstand Thomas Storck. Dadurch seien die Lieferketten von Intersport heute robuster aufgestellt.

 

Weitere Nachrichten

Hartnäckige "Eisheilige" - wann wird es wieder länger wärmer?

Viele warten sehnsüchtig auf Sonne und wärmere Tage – doch die Eisheiligen bremsen den Frühling in Baden-Württemberg vorerst weiter aus. Wann ist es denn wieder so weit?

Karlsruher Energieversorger: Gewinn bei EnBW um mehr als die Hälfte eingebrochen

Der Karlsruher Energieversorger startet schwach ins neue Jahr. Der Gewinn bricht ein. Wie begründet EnBW das?

Regierungsbildung: Die Koalition steht - Grün-Schwarz unterzeichnet Vertrag

Mehr als 160 Seiten ist das Vertragswerk dick, mehrere Wochen dauerte seine Entstehung. Jetzt ist der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU unterschrieben - und auch das Personal bekannt.

Laut Statistik: Mehr Pflegeazubis im Südwesten tätig

Die Zahl der Pflegeazubis in Baden-Württemberg ist zuletzt gestiegen. Männer bleiben weiter deutlich in der Unterzahl. Das duale Pflegestudium bleibt eine Nische.

Steuerschätzung: Krise der Kommunen verschärft sich

Es geht um Schulen, um Straßen, öffentliche Angebote - den Kommunen fehlen Gewerbesteuer-Einnahmen in Milliardenhöhe. Der Finanzminister warnt vor wirtschaftlichen Verwerfungen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.