News
Streckensanierung: Alle 20 Bahnhöfe der Riedbahn bekommen neues Design

News Streckensanierung: Alle 20 Bahnhöfe der Riedbahn bekommen neues Design

Quelle: Arne Dedert/dpa
dpa

Im Zuge der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt werden alle Bahnhöfe modernisiert. Das Konzept soll auch bei anderen Generalsanierungen der Bahn umgesetzt werden.

Auf dem Bahnsteig am Bahnhofsgebäude steht nur noch das denkmalgeschützte Gerippe des Vordachs. In der Unterführung des Bahnhofs Groß-Gerau-Dornberg werden derzeit neue Kachelmosaike angebracht. Entlang der derzeit gesperrten Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim sollen alle 20 Bahnhöfe saniert werden.

Die fünf Bahnhöfe in Baden-Württemberg und 15 in Hessen sollen für Pendler und Reisende modernisiert, freundlicher und komfortabler werden, sagte Sandra Schreiner, die bei der Bahn für das regionale Design der 20 Haltestellen zuständig ist. Im südhessischen Groß-Gerau stellte die Bahn das Konzept für die Umbauarbeiten jüngst vor.

Mehr Komfort und Sicherheit

Dort läuft derzeit der Umbau. Mehr Komfort, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Sauberkeit sind laut Schreiner das Ziel. Das Konzept soll nach Angaben einer Bahnsprecherin voraussichtlich später auf allen 41 Strecken umgesetzt werden, die wie die Riedbahn derzeit generalsaniert werden.

Geplant sind bei den Bahnhofsbauten unter anderem neue Wegeleitsysteme, hell gestaltete Unterführungen mit Kachelmosaiken mit lokalen Motiven oder neue Beleuchtung. Einige Stationen sollen für einen barrierefreien Zugang neue Rampen und Aufzüge bekommen. Mit den gut zu reinigenden Kacheln will man auch Vandalismus vorbeugen.

Auch Fahrradreparaturstationen geplant

Geplant sind auch Fahrradreparaturstationen, in denen Reisende mit dort vorrätigem Werkzeug ihre Räder selbst reparieren können, sagte Projektingenieurin Nadeshda Schirmer. Bis Mitte November sollen die Arbeiten in Groß-Gerau weitestgehend abgeschlossen sein, damit Prüfer die Umbauarbeiten abnehmen können und die Station mit durchschnittlich rund 4.100 Reisenden pro Woche bis zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs einsatzfähig ist.

Am kommenden Dienstag will sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) einen Eindruck von den Bauarbeiten an der Bahnstrecke und zum Ersatzverkehr verschaffen. Beim offiziellen Beginn der Arbeiten hatte Bahnchef Richard Lutz über die Infrastruktur gesagt: «Sie ist zu voll, sie ist zu alt und damit zu störungsanfällig.»

Mammutprojekt Mitte Juli gestartet

Seit Mitte Juli ist die Strecke dicht. Statt Zügen fahren Baugeräte zwischen Frankfurt und Mannheim. Bis Mitte Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Bahn setzt dabei erstmals ein neues Modernisierungskonzept um. Der jahrzehntelange Sanierungsstau soll im Schnelldurchlauf aufgearbeitet werden. Die Riedbahn ist die erste der 41 Strecken, die bis 2031 grundlegend erneuert werden sollen.

Allein für diesen Streckenabschnitt sind derzeit Kosten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro veranschlagt, inklusive der Modernisierung der Bahnhöfe. Die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim ist der Bahn zufolge einer der am stärksten befahrenen Korridore bundesweit – und gilt als besonders störanfällig.

Der Regionalverkehr wird derzeit durch Busse ersetzt. Insgesamt sind rund 150 Ersatzbusse unterwegs. Der Fern- und Güterverkehr wird über parallel verlaufende Strecken umgeleitet. Bei der Generalsanierung werden nicht nur die Bahnhöfe angepackt, sondern auch 117 Kilometer Gleise, 152 Weichen, 15 Kilometer Lärmschutz, 230.000 Schwellen und 380.000 Tonnen Schotter.

 

Weitere Nachrichten

Verlängerung der Maßnahme: Stallpflicht für Geflügel am Rhein bleibt

Im Dezember wurden erstmals weniger Fälle von Vogelgrippe festgestellt. Allerdings geben die Experten noch keine Entwarnung: Es werden weiter infizierte Tiere gefunden.

Laut Prognose: Kalter Winter treibt Heizkosten nach oben - Karlsruhe mit größtem Kostenanstieg

Kälterer Winter, höhere Heizkosten: In Baden-Württemberg fällt der Anstieg 2025 einer Prognose zufolge am höchsten aus. Was kommt da auf die Geldbeutel der Menschen zu?

Studie zu Trauma-Hilfe für Geflüchtete: Alarmierende Lücken

Viele Geflüchtete sind traumatisiert – doch in Baden-Württemberg fallen sie oft durchs Raster. Hilfe gibt es oft erst nach Monaten oder gar nicht. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücken sind.

Motorradfahrer rast Polizei auf A5 bei Bruchsal davon

Mit riskanter Fahrweise fällt ein Motorradfahrer auf der A5 auf. Die Polizei verfolgt ihn – doch er denkt nicht daran anzuhalten.

Teenager aus Bruchsal wird vermisst: Er wollte wohl nach Sizilien radeln

Ein Junge aus Bruchsal fährt morgens zur Schule. Dort kommt er nicht an. Nun fahndet die Polizei nach ihm - und vermutet einen abenteuerlichen Tourenplan.

Gute Nachrichten aus Brüssel: Karlsruhe behält EUROPE DIRECT-Zentrum

Das Regierungspräsidium Karlsruhe führt das EUROPE DIRECT-Zentrum bis zum Jahr 2030 fort und bleibt damit der regionale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Europa, das geht aus einer Pressemitteilung hervor.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.