Corona in Baden-Württemberg
Südwesten prüft härteres Vorgehen gegen Impfschwänzer

Corona in Baden-Württemberg Südwesten prüft härteres Vorgehen gegen Impfschwänzer

Quelle: Christoph Schmidt

Die Landesregierung will ein härteres Vorgehen gegen so genannte Impfschwänzer prüfen – also gegen Menschen, die einen vereinbarten Corona-Impftermin nicht wahrnehmen und auch nicht absagen.

«Das ist unsolidarisch und unverantwortlich gegenüber denen, die geimpft werden wollen», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Der Aufwand, um die gesetzlichen Grundlagen für eine Bestrafung zu schaffen, sei gigantisch. Darum müsse sich der Bund kümmern, sagte Kretschmann. Die Landesregierung werde aber prüfen, ob Impfschwänzer nicht ersatzpflichtig seien für entstandene Kosten – insbesondere, wenn Impfstoff gegen das Coronavirus vernichtet werden müsse.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sprach von einem geschätzten Anteil von zwei bis fünf Prozent an Menschen, die in den vergangenen Wochen zum zweiten Impftermin einfach nicht erschienen seien. Beide warben dafür, Impfstoff auch bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren einzusetzen. Die negativen Folgen einer Erkrankung seien in dieser Altersgruppe weit schwerwiegender als mögliche Nebenfolgen einer Impfung, sagte der Ministerpräsident.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

Auch ohne generelle Stiko-Empfehlung sind Kinder und Jugendliche ab 12 in die deutsche Impfkampagne eingebunden, können also unabhängig von Vorerkrankungen geimpft werden.

 

Weitere Nachrichten

Radfahrerin stirbt nach schwerem Zusammenstoß in Rheinstetten

Eine Radlerin stößt frontal mit einem Radfahrer zusammen, der einem Auto ausweicht. Sie wird lebensgefährlich verletzt und stirbt zweieinhalb Wochen später. Warum die Polizei weiter nach Zeugen sucht.

Durch Mücken übertragen: Unbekanntes Virus bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen

Fieber, Durchfall, sinkende Milchleistung: Bei Rindern in Baden-Württemberg wurde ein neues Virus gefunden. Laut zuständigem Bundesinstitut gehört es zur exotischen Simbu-Serogruppe. Was weiß man?

Trockenheit, Hitze und Krankheiten: Historisch schlechte Zuckerrüben-Ernte befürchtet

Es steht nicht gut um die Zuckerrüben auf den Anbauflächen in Süddeutschland. Das dürfte auch Folgen für die Verbraucher haben.

Kriminalstatistik: Mehr Missbrauchsfälle von Kindern im Südwesten

Die Zahl schwerer Missbrauchsfälle in Baden-Württemberg wächst. Digitale Methoden und KI spielen bei den Verbrechen laut Polizei eine immer wichtigere Rolle.

Eine besondere Reise Mit "Emma" und "Kaya" auf Tour

Ein Schweizer ist mit seinem Liegerad samt Wohnanhänger ein Hingucker. Seit Mai ist er unterwegs, passiert mehrere Bundesländer, und erfährt viel Hilfsbereitschaft.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.