News aus Baden-Württemberg
Tarifverhandlungen im Einzelhandel erneut ohne Ergebnis

News aus Baden-Württemberg Tarifverhandlungen im Einzelhandel erneut ohne Ergebnis

Quelle: Tom Weller
dpa

Die Tarifverhandlungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel sind erneut ergebnislos vertagt worden.

Die Arbeitgeber haben ihr erstes Angebot zwar teilweise verbessert, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch nach der zweiten Tarifrunde in Stuttgart mitteilte. Es sei aber noch völlig unzureichend und daher zurückgewiesen worden. Verdi will die Warnstreiks im Einzelhandel nun intensivieren.

Das Angebot sah eine Lohnerhöhung von insgesamt 7,5 Prozent in den nächsten 24 Monaten vor. Zudem wurde eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1000 Euro vorgeschlagen, wie der Handelsverband Baden-Württemberg mitteilte. Darüber hinaus boten die Arbeitgeber an, mit dem ersten von drei Erhöhungsschritten die unteren Stundenlöhne auf einen Basiswert von 13 Euro anzuheben.

«Noch nie in der Tarifgeschichte haben wir uns so schnell von allen Ritualen verabschiedet und uns mit ungeheurer Geschwindigkeit auf unseren Sozialpartner zubewegt», sagte Verhandler Philip Merten vom Handelsverband. Mit dem Angebot setze man alles daran, schnell zu einem Abschluss zu kommen. Die Arbeitnehmer-Seite dürfe ihr Blatt indes nicht überreizen, wenn sie Betriebe und Unternehmen nicht in ihrer Existenz gefährden wolle.

Verdi fordert unverändert 15 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Preissteigerungen der eigenen Unternehmen vor Kunden verteidigen zu müssen, während die eigene Kaufkraft täglich sinke, werde immer belastender für die Kolleginnen und Kollegen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger laut Mitteilung. Daher brauche es möglichst bald kräftige Entgelterhöhungen. Die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit ist für den 23. Juni geplant.

Verdi verhandelt im Südwesten seit Mitte April über mehr Geld für die Beschäftigten im hiesigen Einzel- und Versandhandel. In der Branche ist es laut Tarifexperten für die Gewerkschaft besonders schwierig, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Denn der Organisationsgrad sei niedriger als in anderen Branchen. Das liege auch daran, dass die vielen Teilzeit-Beschäftigte besonders schwer zu organisieren seien.

 

Weitere Nachrichten

100 Jahre Kristallweizen: Unterschätztes Charakterbier?

Weißbier gilt als urbayerische Erfindung. Doch das Kristallweizen stammt aus Baden-Württemberg. Ein Liebesbrief gilt als «Geburtsurkunde».

Laut Studie: Krähen können Zahl ihrer Rufe im Voraus planen

Krähen werden zwar nicht für ihren Gesang gefeiert, doch Wissenschaftler sind begeistert von ihrem Lernvermögen. Eine Studie zeigt nun, dass die Singvögel kompetente Zahlenmeister sind.

Bergung von gesunkenem Bodensee-Dampfschiff erneut gescheitert

Pech auch im erneuten Anlauf: Ein historisches Dampfschiff ist einem Bericht zufolge nicht vom Grund des Bodensees gehoben worden. Was sagt der Initiator des Projekts?

Grünen-Fraktionschef fordert KI-Einsatz an Schulen

Wohl Traum aller Schüler: Das Smartphone über die Gleichung halten und schon ist die Matheaufgabe gelöst. Grünen-Fraktionschef Schwarz will KI an Schulen dagegen als digitalen Nachhilfelehrer einsetzen.

Haushaltsplanung: Steuerzahlerbund warnt vor Griff in den Pensionsfonds

Die Aufstellung des nächsten Haushalts steht an. Erste Überlegungen, um an Geld zu kommen, sind auf dem Markt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.