News aus Baden-Württemberg
Telemedizin: Herzkranke profitieren von neuem Digitalangebot

News aus Baden-Württemberg Telemedizin: Herzkranke profitieren von neuem Digitalangebot

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
dpa

Die enge Verbindung zwischen Patient und Ärzten ist der Clou der Telemedizin. So können Probleme der Kranken sofort erkannt und rasch behandelt werden. Speziell für Herzkranke gibt es jetzt ein solches Angebot.

Telemedizin bringt nach Angaben von Experten erhebliche Vorteile für Menschen mit fortgeschrittener Herzschwäche. «Telemonitoring führt zu einer echten Verbesserung der Situation dieser Patienten im Südwesten», sagte Ralph Bosch, Landeschef des Verbandes niedergelassener Kardiologen, in einer Mitteilung der Techniker Krankenkasse (TK), die für das Angebot wirbt. Zudem könne so die Zahl der ungeplanten Krankenhausaufenthalte von Herzkranken gesenkt werden. Herzinsuffizienz ist dem Mediziner zufolge der häufigste Grund für eine Einweisung ins Krankenhaus. Etwa jeder vierte Patient werde innerhalb von 30 Tagen nach der Entlassung erneut stationär behandelt.

Beim Telemonitoring werden medizinische Daten der gesetzlich Versicherten wie Blutdruck, Atemfrequenz und Herzrhythmus laufend an eines der acht zertifizierten telemedizinischen Zentren übermittelt, wo niedergelassene Kardiologen die Daten beobachten und bewerten. Bei Auffälligkeiten werden die Arztpraxen informiert, die vor Ort für die Behandlung zuständig sind. Das können Kardiologen sein, aber auch Hausarzt- oder Kinderärzte. «Durch das Telemonitoring wird sichergestellt, dass bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sofort medizinische Maßnahmen eingeleitet werden», erläuterte TK-Landeschefin Nadia Mussa.

Die Zentren kontrollieren nicht nur die aktuellen medizinischen Daten, sondern machen den behandelnden Ärztinnen und Ärzten darüber hinaus Therapie-Vorschläge. Im ersten Quartal 2022 wurden über 250 Patienten im Südwesten auf diese Weise telemedizinisch betreut.

TK-Leiterin Mussa erhofft sich von dem neuen Angebot ein Signal für die Nutzung digitaler Instrumente auch in anderen medizinischen Bereichen.

 

Weitere Nachrichten

Özdemir über Koalitionsverhandlungen: "Wir wurden einfach ums Verrecken nicht fertig"

Der Koalitionsvertrag steht, Grüne und CDU bilden eine Regierung. Aber der Weg dorthin war teils zäher als gedacht. Grünen-Verhandlungsführer Cem Özdemir plaudert im Live-Podcast aus dem Nähkästchen.

Kein Horst auf dem Strommast – So werden Störche geschützt

Warum sind Nester auf Strommasten so gefährlich für Störche – und die Stromversorgung? Und was kann man gegen die Gefahr von Stromschlägen tun?

Mann pöbelt und übergibt sich im Flieger – Zwischenlandung am Baden-Airpark

Ein Passagier sorgt betrunken für Ärger im Flieger: Wegen seines Verhaltens muss die Maschine zwischenlanden. Die Folge: Wartezeit für alle – und ein Ermittlungsverfahren.

Zoll prüft Paketzusteller auf Schwarzarbeit und Mindestlohn im Land

Zollbeamte nehmen Paketzusteller und Subunternehmen ins Visier: Werden Mindestlohn und Sozialabgaben eingehalten? Die Gewerkschaft fordert ein Verbot von Subunternehmen.

"Grundsolides Schaffen" Grün-Schwarz stellt Koalitionsvertrag im Südwesten vor

Wochenlang haben Grüne und CDU darüber verhandelt, nun sind die Ergebnisse bekannt: Was Grün-Schwarz in den nächsten fünf Jahren im Südwesten vor hat – und warum es am Ende immer ums Geld geht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.