News aus der Fächerstadt
Tiere ziehen um: Keine Wildgehege mehr in Grünwettersbach, Durlach & Rappenwört

News aus der Fächerstadt Tiere ziehen um: Keine Wildgehege mehr in Grünwettersbach, Durlach & Rappenwört

Quelle: Pixabay

Der Karlsruher Gemeinderat hatte sich im Dezember 2023 mehrheitlich für die Aufgabe der Wildgehege in Grünwettersbach, Durlach und Rappenwört ausgesprochen. Nun wurden erste Weichen für den Verbleib der dortigen Wildtiere bis zur Aufgabe der Gehege gestellt.

Auswilderung ist nicht möglich

Die Wildgehege Grünwettersbach, Durlach und Rappenwört werden aufgelöst. Mitte März 2024 konnte bereits ein Damhirsch aus dem Rappenwörter Wildgehege erfolgreich in den rund 50 Kilometer entfernten Wildpark Silz in Rheinland-Pfalz umgesiedelt werden.

Die Abgabe von Tieren habe Priorität, betont das städtische Forstamt. Gespräche mit Betreibenden anderer Wildgehege laufen, man arbeite eng mit dem Veterinäramt zusammen. Bei jedem Tier werde geprüft, ob eine Umsiedlung möglich ist.

Eine Auswilderung der Wildschweine sei nicht möglich: Die Tiere sind aufgrund der langjährigen Gehegehaltung zu sehr an Menschen und deren regelmäßige Fütterungen gewöhnt und würden bei der Futtersuche womöglich ihre Nähe suchen, wodurch es zu gefährlichen Situationen kommen könnte, wird informiert.

 

40 Tiere leben in den Wildgehegen

Derzeit leben in den drei genannten Wildgehegen insgesamt noch 40 Tiere. Neben Rotwild (Rappenwört: 3) noch Damwild (Rappenwört: 12, Durlach: 7) und Schwarzwild (Rappenwört: 15, Grünwettersbach: 3).

Im Rahmen des Bestandsmanagements wurden bereits im Herbst vier Frischlingskeiler im Wildgehege am Funkturm entnommen und so einer weiteren Vermehrung der verbliebenen drei Tiere vorgebeugt.

 

Nachnutzung der Flächen wird geprüft

Die Verwaltung prüfe derzeit die Rahmenbedingungen für eine mögliche Nachnutzung des Wildgeheges in Grünwettersbach durch Dritte. So haben bereits Gespräche mit zwei Landwirten stattgefunden, die ein potenzielles Interesse an einer Wildtierhaltung im Wald haben, erklärt die Stadt.

Weitere Gespräche seien geplant. Das 1972 eröffnete Wildgehege entspricht nicht mehr den Vorgaben einer tierschutz- und tierartgerechten Haltung. Es müsste umfangreich generalüberholt werden, die Kosten wären von den zukünftigen Betreibenden selbst zu tragen.

 

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