Polizei Karlsruhe
Unfallbilanz 2020: Zahl der Verkehrstoten in Karlsruhe mehr als halbiert

Polizei Karlsruhe Unfallbilanz 2020: Zahl der Verkehrstoten in Karlsruhe mehr als halbiert

Quelle: Carsten Rehder

Analog zu den Zahlen im Bundesland Baden-Württemberg gibt es auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe für 2020 erfreuliche Rückgänge bei den Unfallzahlen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe registrierte eine Verringerung um 17,8 Prozent auf 19.993 Unfälle.

Verkehrsunfallbilanz des Polizeipräsidiums Karlsruhe

Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe gibt es für das Jahr 2020 erfreuliche Rückgänge bei den Unfallzahlen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe registrierte bei der Gesamtzahl der Unfälle eine deutliche Verringerung um 17,8 Prozent auf 19.993 Unfälle, wird in einer Pressemitteilung erklärt.

Hauptursache für diese Entwicklung dürften, so die Polizei, die Auswirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen auf den Berufs- und Fahrzeugverkehr sein. Unter anderem die Kontaktbeschränkungen, die Schulschließungen und die verstärkte Home-Office-Tätigkeit haben zu einer Minderung der Fahrten, vor allem mit dem Pkw geführt. Darüber hinaus haben aber auch die polizeilichen Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen ihren Teil zu dieser Entwicklung beigetragen.

 

Deutlich weniger Verkehrstote im Stadt- & Landkreis

Die Rückgänge betreffen auch die Unfälle mit Personenschäden, die um insgesamt 14,9 Prozent gesunken sind. Mit 12 Verkehrstoten sank auch die Anzahl der bei Verkehrsunfällen zu Tode gekommenen Menschen um 58,6 Prozent (2019: 29 Verkehrstote).

„Ein sehr beachtliches Ergebnis, das mit auf die intensiven Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen der Polizeibeamten im Stadt- und Landkreis zurückzuführen sein dürfte. Sie leisten, trotz der vielfältigen Belastungen, die die Pandemie mit sich brachte und bringt, hervorragende Arbeit“, so Polizeivizepräsident Hans Matheis.

Weniger deutlich fiel dieser Rückgang bei den Unfällen mit Schwerverletzten aus, der sich um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduzierte. Die Unfälle mit leicht verletzten Personen nahmen um 21,8 Prozent ab.

 

Deutlich mehr Fahrradunfälle im Landkreis Karlsruhe

Wohl auch mit den Folgen des aufgrund der Corona-Pandemie geänderten Nutzungsverhaltens von Verkehrsmitteln ist der Anstieg der bei Verkehrsunfällen schwerverletzten Fußgänger von 39 auf 53 zu erklären. Viele mieden in den Sommermonaten öffentliche Verkehrsmittel wegen der dort herrschenden Ansteckungsgefahr und gingen lieber zu Fuß.

Bei den Fahrradfahrenden gibt es hingegen Unterschiede zwischen Stadt- und Landkreis. Davon ausgehend, dass viele Menschen aus Infektionsschutzgründen in vielen Monaten auf Zweiräder umgestiegen sind, gingen die Unfälle unter Beteiligung von Radfahrenden in der Stadt Karlsruhe um 9 Prozent zurück. Im Landkreis erhöhten sich diese um 10 Prozent, teilt die Polizei weiter mit.

 

Pedelec-Fahrer: An 136 Unfällen beteiligt

Rund 70 Prozent der Unfälle mit schwerem Ausgang wurden von den Radfahrenden selbst verursacht und bei fast jedem vierten Fahrradunfall stürzten Zweiradfahrende ohne Fremdeinwirkung.

Allein die Pedelec-Fahrenden waren an 136 Unfällen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe beteiligt. Auffällig war hier, dass das Durchschnittsalter der verunglückten Personen bei 54 Jahren lag, während die verunglückten Fahrradfahrenden im Durchschnitt 42 Jahre alt waren. Pedelec-Nutzende verunglücken im Verhältnis zu Fahrradfahrenden schwerer. Der Anteil an Schwerverletzten bei den Pedelec-Fahrern ist mit 26 Prozent, deutlich größer als der Anteil der Schwerverletzten unter den Nutzern des klassischen Fahrrads mit 16 Prozent.

 

Unfälle im Zusammenhang mit Schwerverkehr rückläufig

Auch die Unfälle im Zusammenhang mit dem Schwerverkehr sind im vergangenen Jahr um 19,3 % rückläufig. „In diesem Zusammenhang seien vor allem die 36 Großkontrollen erwähnt, die die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsgruppe auf den Autobahnen um Karlsruhe durchführten. Der Kontrolldruck, und damit verbunden auch die konsequente Sanktionierung von Verstößen, trägt maßgeblich zur Steigerung der Sicherheit auf den Autobahnen bei,“ so Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe.

Insgesamt gelangten hier 6.852 Verstöße zur Anzeige. Ganz überwiegend wegen technischer Mängel und Missachtung der Sozialvorschriften. In 439 Fällen musste die Weiterfahrt des Brummis untersagt oder das Fahrzeug stillgelegt werden.

 

Verkehrsprävention: Polizei mit virtuellen Formaten

Eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten zwang die Beamten der Verkehrsprävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe auf virtuelle Formate umzusteigen. Nur so war es pandemiebedingt möglich, die Kinder und Jugendlichen, die ja von Schulschließungen betroffen waren und sind, zu erreichen. Erwähnt seien hier vor allem Online-Unterrichtsstunden für junge Fahrer und Video-Clips zur Nutzung von Pedelecs und Elektro Scootern mit dem Titel „Ride-it-right“.

Senioren bilden eine weitere Risikogruppe aus präventivpolizeilicher Sicht, so die Polizei weiter. Neben der Aufklärung über die Risiken bei der Nutzung von Pedelecs und Elektro-Bikes in veröffentlichten Video-Clips wurde hier auch eine „Online-Sprechstunde“ angeboten, wo gezielt auf Fragen eingegangen werden konnte.

 

Erfolgreiche Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2020

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Polizeipräsidium Karlsruhe mit einer überaus erfolgreichen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2020 aufwarten kann.

„Diese positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres spornen uns an, in unseren intensiven Bemühungen fortzufahren, um so die Verkehrssicherheit auf den Straßen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe möglichst zu erhöhen“, so Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe.

 

Weitere Nachrichten

Karlsruher Gebäudeeigentümer für "Sanierungsschaufenster" gesucht

Für das "Sanierungsschaufenster" sucht die KEK-Karlsruher Energie und Klimaschutzagentur Eigentümerinnen und Eigentümer, die in einem der "Karlsruher EnergieQuartiere" wohnen und ihr Gebäude innerhalb der letzten fünf Jahre energetisch saniert haben.

Zahlreiche Verstöße bei Demo & Kontrolle der Günther-Klotz-Anlage

Bei einer Versammlung am Freitag, 16. April 2021, auf dem Marktplatz musste die Polizei oft zur Einhaltung der Auflagen auffordern und ahndete viele Verstöße. Zudem überwachte die Polizei die Günther-Klotz-Anlage, wegen einer angekündigten Techno-Party.

Neustart der Galopprennbahn in Iffezheim: Sanierte Trainingsbahn eingeweiht

Nachdem die Gemeinde Iffezheim mit dem neuen Betreiber "Baden Galopp" der bekannten Galopprennbahn Baden-Baden / Iffezheim, eine Vereinbarung über zehn Jahre abschloss, wurde nun eine sanierte Trainingsbahn eingeweiht und Renntermine bekannt gegeben.

Unbekannte überfallen 89-Jährige in ihrer Wohnung in Knielingen

Zwei bislang Unbekannte haben am frühen Donnerstagmorgen, 15. April 2021, eine 89-jährige Frau in ihrer Wohnung in der Struvestraße im Karlsruher Stadtteil Knielingen überfallen und Bargeld gestohlen. Die Polizei Karlsruhe sucht nun nach Zeugen.

Neues von der Kombilösung: Die Betonbauer sind am Werk

Von Osten und von Westen sind die Betonbauer in den vergangenen Wochen dem Karlstor immer nähergekommen. Ein Update zu diesen und weiteren aktuellen Arbeiten der Kombilösung Karlsruhe gibt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG).




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.