News aus Baden-Württemberg
Unternehmen in Baden-Württemberg fordern späteren Renteneintritt

News aus Baden-Württemberg Unternehmen in Baden-Württemberg fordern späteren Renteneintritt

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-
dpa

Die Menschen werden immer älter und die Rentenkassen überschaubarer. Zugleich fehlen die Fachkräfte. Das Thema Renteneintrittsalter ist ein Dauerbrenner.

Die baden-württembergischen Unternehmen rechnen damit, dass die Menschen infolge des Fachkräftemangels später in Rente gehen können. «Wir werden mit Blick auf die Versorgung im Alter einerseits, aber auch in Hinsicht auf den Fachkräftemangel andererseits, in Zukunft alle wieder länger arbeiten müssen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), Peer-Michael Dick in Stuttgart. Ein konkretes neues Renteneintrittsalter nannte er nicht.

Gesamtmetallchef Stefan Wolf hatte vergangenen Sommer für eine stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalter auf 70 Jahre plädiert. Ökonomen befürworteten damals den Vorstoß und Gewerkschaften kritisierten ihn. Dick sagte nun, es sei für die Unternehmen wegen des fehlenden Fachkräftenachwuchses wichtig, dass sich ältere Arbeitnehmer mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen länger in den Arbeitsalltag einbringen. Zudem sei es auch eine Frage der Gerechtigkeit, höhere Altersklassen mehr einzubinden. «Länger leben heißt auch länger arbeiten.»

In Deutschland soll das Alter für den Beginn der Rente schrittweise von 65 auf 67 Jahre steigen. Für jene, die 1964 aufwärts geboren wurden, gilt definitiv die Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Eine weitere Anhebung ist bislang aber nicht vorgesehen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte in der Vergangenheit ein höheres Alter klar abgelehnt.

Dick begründete seinen Vorstoß auch damit, dass die Lebensarbeitszeit auch mit Blick auf den späteren Berufseinstieg verlängert werden müsse. Die Auszubildenden seien heute im Schnitt 20 Jahre alt, wenn sie starteten. Das sei zu spät. Zudem müssten die Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrüche deutlich reduziert werden.

 

Weitere Nachrichten

IG Metall, Verdi, DGB: Gewerkschaften demonstrieren: «Menschen brauchen Zukunft»

Tausende Menschen haben nach Gewerkschaftsangaben an einer Kundgebung in Stuttgart teilgenommen. Es ging um ihre Zukunft. Und um «Kommunen am Limit».

Amphibiensterben: Straße gesperrt? Warum die Krötenwanderung so wichtig ist

Jahr für Jahr setzen sich ungezählte Amphibien bei der Krötenwanderung in Bewegung. Nicht selten wird sie zur Todesfalle. Warum die Wanderung wichtig ist - und was der Biber damit zu tun hat.

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.