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Viel Stimmung und große Stars: So war das „Southside“-Festival

News Viel Stimmung und große Stars: So war das „Southside“-Festival

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Stars, Shows und Sommerfeeling: Das «Southside» lockte Zehntausende vor die Bühnen. Ein paar Stars gingen sogar auf Tuchfühlung.

Nina Chuba gibt Gas, Jan Böhmermann unterhält mit seinem Rundfunk-Tanzorchester zur Primetime und die Band Rise Against geht auf Tuchfühlung mit den Fans: Rund 56.000 Menschen haben am Wochenende beim «Southside»-Festival in Neuhausen ob Eck gefeiert. Vom Wetter wurden sie in diesem Jahr nicht enttäuscht.

Mit seiner gewohnt schlagfertigen Art brachte TV-Satiriker Jan Böhmermann gleich am Freitag die etwas andere Festival-Show auf die Bühne. Pünktlich um 20.15 Uhr heizte sein TV-Orchester der Menge ein. Schlagfertige Sprüche zum Zustand der Demokratie erinnerten an seine ZDF-Sendung Magazin Royale. Danach wurde es musikalisch.

Böhmermann zeigte auch sein gesangliches Repertoire – samt eines Songs über den schlechten Ausbau von Fahrradwegen («Warum hört der Fahrradweg einfach hier auf?») mit sehr eingängigem Text und Melodie. Dabei lästerte er auch über die Radwege in der Region Tuttlingen. Fans seiner Auftritte hatten sicher Spaß, der klassischer Festival-Act war er aber nicht.

Dafür bot Headliner Green Day etwas später auf der gleichen Bühne genau das, was man unter einem Bandauftritt bei einem Rockfestival versteht. Die US-Band zündete ein Hit-Feuerwerk – Frontman Billie Joe Armstrong holte sich für einen Song sogar Unterstützung von einem Fan aus dem Publikum. Die Frau, die ihn am Mikrofon unterstützte, dürfte diesen Abend wohl nicht so schnell vergessen. Bei dem Gig der Band drängt sich gefühlt fast das komplette Festival-Volk vor der Bühne.

 

| Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

 

Auch die Fans der Band Rise Against kamen ihren Stars beim «Southside» hautnah. Sänger Tim McIlrath suchte gleich zu Konzertbeginn am Samstagabend die Menge, auf der Bühne brachte er die Besucher dann zum Toben.

Zu den großen Namen zählten auch Erfolgsrapper Apache 207, die Band The Prodigy sowie die Kölner Band AnnenMayKantereit. «Ihr seid die Besten», rief Sänger Henning May der Menge bei seinem Auftritt zu.

Nach der Matsch-Schlacht 2024 konnten die Fans in diesem Jahr bei Temperaturen um die 30 Grad auf Gummistiefel verzichten. Stattdessen kamen Sonnencreme-Spender und Trinkwasserstationen verstärkt zum Einsatz. Ein Mann war wohl besonders gefragt: der Eismann. Letztes Jahr wegen Matsch-Wetters quasi arbeitslos, feierte er dieses Jahr ein fulminantes Comeback.

Einsatzkräfte und Veranstalter zogen am Sonntag vorläufig eine positive Bilanz. Die Menschen seien sehr besonnen mit der Hitze umgegangen, sagte ein Sprecher des Sanitätsdienstes. Die Zuschauer seien mit Kopfbedeckung unterwegs gewesen und hätten viel getrunken. Vor zehn Jahren habe die Einsatzlage bei Hitze noch anders ausgesehen.

Auch laut Polizei war es friedlich. «Danke an die Festivalbesucher, die sich ordentlich benommen haben», sagte ein Sprecher. Das Datum für das nächste «Southside» steht laut Veranstaltern schon fest: Es soll vom 19. bis zum 21. Juni 2026 stattfinden.

 

 

 

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