Corona in Baden-Württemberg
Viele Gastronomiebetriebe sehen sich in Existenz bedroht

Corona in Baden-Württemberg Viele Gastronomiebetriebe sehen sich in Existenz bedroht

Quelle: Sebastian Gollnow

Angesichts von Umsatzrückgängen und Corona-Beschränkungen bangen viele Gastronomen im Südwesten um ihre Existenz.

Wie eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Dehoga unter Mitgliedern ergab, sehen inzwischen rund drei von fünf Betrieben ihre wirtschaftliche Existenz als gefährdet an. Zuvor hatte die «Schwäbische Zeitung» über die Lage im Südwesten berichtet.

Gegenüber dem Vorkrisen-Niveau von Ende 2019 habe es im Dezember 2021 im Schnitt ein Umsatzminus von gut 50 Prozent gegeben, teilte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) der dpa auf Anfrage in Stuttgart mit. Gründe seien der Umfrage zufolge Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen, fehlendes Veranstaltungsgeschäft und eine generell ausbleibende Nachfrage. Der Dehoga hatte bereits in der vergangenen Woche in Berlin über die bundesweite Lage berichtet.

Mehr als die Hälfte der Betriebe im Südwesten habe im Zeitraum von Dezember bis Januar Kurzarbeitergeld beantragt. Staatliche Hilfsprogramme für das Gastgewerbe müssten in vollem Umfang fortgeführt werden, forderte der Verband. Die wirtschaftliche Situation der Branche sei sehr besorgniserregend.

Im Baden-Württemberg besteht etwa in der Gastronomie oder in Fitnessclubs bereits eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene, die noch nicht «geboostert» sind – also noch keine Auffrischungsspritze bekommen haben. Auch die Gastronomie ist nun von der FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen betroffen – diese Bestimmung der neuen Corona-Verordnung gilt laut Landesregierung von diesem Mittwoch an.

Dehoga-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt kritisierte, dass die Corona-Alarmstufe II und die damit verbundenen Einschränkungen im Land in Kraft blieben. «Jede Planungssicherheit für Betriebe und
Beschäftigte wird dadurch zunichte gemacht.» Es ist demnach möglich, dass Inhaber von Betrieben rechtlich gegen das Aufrechterhalten der Einschränkungen vorgehen werden.

 

Weitere Nachrichten

Unfall im Baden-Airpark: Kaputte Triebwerke – Pilot muss Notlandung einleiten

Glück im Unglück: Ein Pilot setzt zur Notlandung an, nachdem die Triebwerke ausfallen. Der Mann bleibt unverletzt.

Unruhe in grenznahen Freibädern: So handeln die Bäder

In Freibädern nahe der französischen Grenze kommt es immer wieder zu Vorfällen - häufig sind Badegäste aus dem Elsass beteiligt. Wie gehen die Bäder mit der Situation um?

Mechanic teaching an intern the best practice. Learning on the job during a practical internship in a garage

Um fast 10 Prozent: Arbeitsagentur meldet Rückgang bei Berufsausbildungsstellen

Die Krise der Wirtschaft schlägt laut Arbeitsagentur auf den Ausbildungsmarkt im Südwesten durch. Deutlich weniger Ausbildungsstellen wurden zuletzt gemeldet. Was bedeutet das für junge Menschen?

Vandalismus im Naturschutzgebiet: KSC-Graffiti verärgert Schwarzwaldverein

Ein blaues Graffiti am Karlsruher Grat im Nordschwarzwald sorgt für Ärger beim Schwarzwaldverein Hornisgrinde. Der vermutet die Urheber in der Fanszene des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC.

Fahrer eingeklemmt: Lkw kracht auf A5 in Karlsruhe auf Abschlepper

Auf den Auffahrunfall auf der Autobahn folgt eine Vollsperrung - und ein kilometerlanger Stau. Was ist zur Unfallursache bekannt?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.