News aus Baden-Württemberg
Viele Städte fallen bei Hitze-Check durch: Karlsruhe im Mittelfeld

News aus Baden-Württemberg Viele Städte fallen bei Hitze-Check durch: Karlsruhe im Mittelfeld

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Im Sommer heizen sich viele Städte schnell auf. Hohe Bäume und Grünflächen können helfen. Doch gibt es davon genug?

Mehrere Städte im Südwesten schützen Bewohner nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht gut vor sommerlicher Hitze. Hier gibt es einer Untersuchung zufolge zu wenig Bäume und Hecken und zu viel versiegelte Fläche.

Die Städte entwickelten sich dadurch zu «Hitze-Höllen», kritisiert die Lobbyorganisation mit Blick auf ihre bundesweite Untersuchung. «Der anhaltende Trend zu mehr Beton und weniger Grün ist alarmierend», hieß es.

Schlusslicht Heilbronn

Am schlechtesten im Südwest-Ranking der Organisation schneidet Heilbronn ab. Es folgen Ludwigsburg, Mannheim, Rastatt, Waiblingen und Esslingen am Neckar. Diese Kommunen bekamen von der DUH die Alarmfarbe Rot. Heilbronn liegt zudem in der bundesweiten Übersicht direkt hinter Schlusslicht Ludwigshafen am Rhein auf Platz zwei.

Im Mittelfeld der Landesübersicht finden sich Großstädte wie Stuttgart, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg. Zugleich verteilte die Umwelthilfe aber auch drei grüne Karten an Baden-Baden, Tübingen und Schwäbisch Gmünd. Das sind laut Untersuchung Städte mit vergleichsweise wenig Versiegelung und viel kühlendem Grün.

Für ihren sogenannten Hitze-Check ließ die Umwelthilfe Satellitendaten auswerten und verglich Flächenversiegelung und Grünausstattung von 190 Städten in Deutschland mit mehr als 50.000 Einwohnern.

 

Südwest-Städtetag gegen verbindliche Grünanteile

Die Städte seien herausgefordert, sich an den Klimawandel anzupassen, reagierte die Vize-Hauptgeschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, Susanne Nusser. Die Kommunen bräuchten dazu einen passenden Rechtsrahmen sowie finanzielle und fachliche Unterstützung vom Land und vom Bund. Auch Bürgerinnen und Bürger müssten mitziehen.

«Bundesweit einheitliche Standards etwa für die Begrünung von Schulhöfen oder verbindliche Grünanteile in den Kommunen, wie sie die DUH etwa vorschlägt, sind dabei aus unserer Sicht nicht zielführend», sagte Nusser auf Anfrage.

Angesichts des Klimawandels seien Grünflächen und unversiegelte Böden, wo Wasser versickern könne, besonders wichtig, betonte die Umwelthilfe. Noch effektiver als Rasenflächen seien aber Bäume, Büsche und Wiesen. Besonders große Bäume hätten einen kühlenden Effekt. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, bundesweite Standards für die Begrünung zum Beispiel von Schulhöfen vorzuschreiben.

 

Weitere Nachrichten

Eiskalt gestiegen? So teuer ist die Kugel Eis im Südwesten

Beim ersten Eis des Jahres braucht es auch einen prüfenden Blick ins Portemonnaie: Ist die Stammeisdiele teurer geworden? Ein Rundumblick in Baden-Württemberg.

Einsatz im Jubiläumsjahr: Früher Saisonstart - so läuft der Kampf gegen Stechmücken

Der milde Februar beschleunigte die Larvenentwicklung. Jetzt rücken die Expertinnen und Experten den Brutstätten am Oberrhein zeitiger zu Leibe.

Afrika-Gruß: Warum der Himmel grau ist und die Sonne milchig

Mehr als 2.000 Kilometer ist er normalerweise durch die Luft gewirbelt, bis er im Südwesten den Himmel färbt und Waschanlagen gute Kasse beschert: Staub aus der Sahara. Warum das jetzt anders ist.

Tankstellenbetreiber sehen hohe Spritpreise als "Abzocke"

Die Spritpreise an den Zapfsäulen schnellen in die Höhe. Eine Folge der gestiegenen Rohölpreise heißt es von der Ölwirtschaft. Die verärgerten Tankstellenbetreiber widersprechen vehement.

Baden-Württemberg vor der Wahl - Politologe meint: Özdemir Idealkandidat, Hagel zu blass

Personen statt Parteien prägen immer öfter die Wahlkämpfe. Ein Politikwissenschaftler benennt Gründe für die Aufholjagd der Grünen kurz vor dem Urnengang im Südwesten.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.