News
Von Museum bis Zoo – wie Spenden die Kommunen stärken

News Von Museum bis Zoo – wie Spenden die Kommunen stärken

Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
dpa

Wenn das Fest der Liebe naht, wollen die Menschen Gutes tun. Viele spenden an Hilfsorganisationen. Aber auch Städte und Gemeinden sammeln Geld – warum?

eihnachtszeit ist Spendenzeit. Ob für «Brot für die Welt», das örtliche Tierheim oder die Tafel – die Bereitschaft zu helfen ist groß. Aber nicht nur an Hilfsorganisationen, auch an Städte und Gemeinden spenden die Menschen im Südwesten.

Einen besonders hohen Geldsegen gab es für die Stadt Karlsruhe, wie im Frühjahr bekannt wurde. Der Zoo hatte nach eigenen Angaben überraschend mehr als eine Million Euro geerbt. Mit dem Geld werde nun die Modernisierung des Zoos vorangebracht und eine neue Außenvoliere für Affen und Vögel gebaut, hieß es.

Soziale und kulturelle Zwecke stehen bei Spenderinnen und Spendern besonders hoch im Kurs, wie mehrere Städte auf Nachfrage mitteilten. So werde gerne für Schulen, Bedürftige, Kulturveranstaltungen, Zoos, Theater oder Museen gespendet. Die Menschen in Reutlingen etwa konnten sich im vergangenen Jahr über mehrere Kunstwerke freuen – unter anderem eine Sammlung im Wert von rund 67.000 Euro.

Wenig Geld für Schwimmbäder und Co.

Solche Bereiche zählen nach Angaben des Deutschen Spendenrats überwiegend zu den freiwilligen Aufgaben einer Gemeinde. Ob und wie sie diese erfüllt, obliegt der Kommune selbst. Neben Anschaffungen für den Bestand von Museen und Bibliotheken gehören etwa Volksfeste, Denkmäler, Rathausuhren, Kirchenglocken und Springbrunnen dazu, aber auch der Betrieb von Schwimmbädern und die Pflege von Grünanlagen.

Bestimmte Leistungen wie Schulen oder Gemeindewahlen sind hingegen gesetzlich vorgeschrieben, erklärt Christopher Heck vom Gemeindetag Baden-Württemberg. Je mehr Geld für diese Pflichtaufgaben verwendet wird, desto weniger bleibe am Ende für die freiwilligen Aufgaben übrig, die dann im Zweifel gekürzt werden müssten. Immer mehr Städte und Gemeinden hätten inzwischen zu wenig Geld, um alle ihre Aufgaben zu erfüllen.

Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister würden sich daher gezielt an die Bevölkerung wenden und um finanzielle Unterstützung bitten. «Spenden können ein wichtiger Teil bei der Finanzierung freiwilliger Aufgaben sein», sagt Christopher Heck. Die angespannte Finanzlage der Kommunen löse das aber nicht.

 

Weitere Nachrichten

Baden-Württemberg wählt: Diese Fakten zur Landtagswahl muss man kennen

Neuer Ministerpräsident, neues Wahlrecht, neue Parteien im Landtag? Bei der Landtagswahl am 8. März geht es im Südwesten um viel. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten.

Baden-Württemberg wählt: Hagel, Özdemir und Co - das sind die Spitzenkandidaten

Sie begegnen den Wählerinnen und Wählern seit Wochen auf Wahlplakaten: die führenden Köpfe der Parteien im Südwesten. Wer steht zur Wahl, und wer sind die Spitzenkandidaten?

Analyse: 20 Prozent plus x? Darum ist die AfD im Südwesten so stark

Die Partei könnte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ein Rekordergebnis in Westdeutschland erzielen. Warum vor allem gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Verbrenner-Aus 2030? BGH in Karlsruhe prüft Klimaklagen gegen Autobauer

Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, müssen BMW und Mercedes-Benz 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einstellen. Worauf sich die Kläger beim Bundesgerichtshof berufen.

Laut Statistik: So gefährlich sind die Bahnhöfe im Land

Bahnhöfe, das zeigt die Statistik, sind seit jeher keine ungefährlichen Orte. Zwar geht die Gesamtzahl erfasster Delikte zurück. Aber ein Blick in die Details dämpft die Freude



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.