News
„Weihnachtsfrieden“: Finanzämter im Land zeigen Gnade

News „Weihnachtsfrieden“: Finanzämter im Land zeigen Gnade

Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn
dpa

Keine Betriebsprüfungen, kein Zwangsgeld: Der «Weihnachtsfrieden» soll Steuerschuldnern eine Atempause bringen. Warum es trotzdem Ausnahmen gibt – und welche.

Alle Jahre wieder drückt der Fiskus ein Auge zu: Zum Jahresausklang setzen die Finanzämter in Baden-Württemberg wieder den «Weihnachtsfrieden» um. Zwischen dem 23. Dezember und dem 4. Januar wird es zum Beispiel keine Vollstreckungen oder neue Betriebsprüfungen geben, wie das Finanzministerium mitteilte.

Die Steuerverwaltung werde auch darauf verzichten, Zwangsgelder anzudrohen oder festzusetzen, Mahnungen zu schicken und Verfahren einzuleiten, bestätigte ein Sprecher. Auch Vorladungen sowie die Bekanntgabe und Einleitung von Bußgeld- beziehungsweise Strafverfahren fallen in dieser Zeit weg.

«Die Steuerverwaltung wird auch dieses Jahr wieder in der Weihnachtspause auf Vollstreckungsmaßnahmen und Außenprüfungen verzichten», sagte Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne). «Das ist gute Tradition und trägt dem besonderen Charakter der Weihnachtszeit Rechnung.»

 

Frieden kann gebrochen werden

Der Weihnachtsfrieden hat im Südwesten und anderen Bundesländern seit Jahren Tradition. Aber nicht alle Steuerschuldner können sich über die Weihnachtstage zurücklehnen. Von der Pause unberührt bleiben laut Ministerium Maßnahmen, die aus rechtlichen Gründen zwingend notwendig sind. Wenn ein rasches Eingreifen der Finanzverwaltung unerlässlich sei, etwa um wegen drohender Verjährung Steuerausfälle zu vermeiden, müssten die Ämter handeln, teilte das Ministerium mit.

Steuerbescheide werden übrigens mitunter weiterhin verschickt – damit unter anderem Steuererstattungen zügig ausgezahlt werden können und finanzielle Entlastungen rechtzeitig ankommen.

 

Weitere Nachrichten

Justizministerkonferenz: Paragraf zur Politikerbeleidigung soll eingeschränkt werden

Hass im Netz, Attacken vor Ort: Das Strafgesetzbuch schützt Politiker vor Beleidigungen und übler Nachrede. Geht es nach der Justizministerkonferenz, aber bald nicht mehr alle.

Bis zu 100 Kilogramm: Das ist die neue Lastendrohne der Bergwacht Schwarzwald

Schwere Ausrüstung durch unwegsames Gelände zu transportieren gehört zum Alltag der Bergwacht. Eine neue Anschaffung erleichtert in dieser Hinsicht nun einiges.

Pilotprojekt in Karlsruhe: Alte in Armut - Wie gesunde Ernährung gesichert werden kann

Jede fünfte Person ab 65 lebt in Armut. Ein Pilotprojekt in Karlsruhe will mit warmen Mahlzeiten und Beratung gegensteuern. Was steckt hinter dem «sozialen Rezept» und was bringt es den Betroffenen?

Letzte Chance: So viel kostet Spargel zum Saisonende

Am 24. Juni endet traditionell die Saison für den deutschen Spargel. Im Mai erreichten die Preise die Tiefphase der Saison. Wie es nun zum Ende hin aussieht.

Sieben Brände an einem Tag: Jugendlicher soll mehrere Brände in Bretten gelegt haben

Ein 16-Jähriger gesteht, in Bretten sieben Brände gelegt zu haben. Die Feuerwehr kann Schlimmeres verhindern. Jetzt droht dem Jugendlichen eine Anzeige.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.