News aus Baden-Württemberg
Wieder Proteste gegen rechts am Wochenende geplant

News aus Baden-Württemberg Wieder Proteste gegen rechts am Wochenende geplant

Quelle: Roberto Pfeil/dpa/Symbolbild
dpa

Die Bilder vom kommenden Wochenende dürften sich ähneln: Wieder sind in vielen Kommunen Proteste angekündigt, gegen Rechtsextremismus. Ein neues Bündnis macht es nun auch offiziell.

Kundgebung zum Holocaust Gedenktag in Karlsruhe

Zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz findet eine Kundgebung auf dem Karlsruher Marktplatz statt. Beginn ist um 17:30 Uhr.

Gemeinsam soll den unzähligen Opfern des deutschen Faschismus gedenken werden. Die Befreiung des KZ Auschwitz jährt sich nun zum 79. mal. Es werden kurze Videos gezeigt und es gibt Platz für Redebeiträge. Veranstalter ist „Solidarische Perspektiven“.

 

Nach mehreren Kundgebungen und Demonstrationszügen gegen rechts mit Zehntausenden von Teilnehmern in den vergangenen Tagen steht Baden-Württemberg ein weiteres Protestwochenende bevor. Die größten Veranstaltungen werden am Samstag in Stuttgart (14.00 Uhr) und Mannheim (16.00) erwartet, auch in Tübingen (14.00) und Singen (10.00) dürften nach den Erfahrungen früherer Kundgebungen mehrere Tausend Menschen zusammenkommen.

Zwar sind in Stuttgart lediglich 1000 und in Mannheim weitere 2000 Teilnehmer angemeldet. Aber nach den Erfahrungen der großen Protestmassen der vergangenen Tage geht nicht nur die Quadratestadt davon aus, dass die Teilnehmerzahl «um ein Vielfaches höher sein wird».

Demonstrationen sind am Samstag auch in Ravensburg (15.00), Biberach (15.00) und Sigmaringen (10.00) geplant. Am selben Vormittag beginnt auch eine Kundgebung in Leutkirch im Allgäu. Für Sonntag ist ein Protest in Ludwigsburg (15.00) angekündigt.

Auslöser für die bundesweiten Proteste sind die Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von radikalen Rechten am 25. November, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam teilgenommen hatten. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte dort nach eigenen Angaben über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.

Daraufhin hatten am vergangenen Wochenende im Südwesten nach Zählungen von Polizei und Veranstaltern mindestens 110.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie demonstriert. Am Mittwochabend versammelten sich in Konstanz nach Angaben der Polizei rund 14.000 Menschen und protestierten gegen Rechtsextremismus.

Nach den Berichten über die Pläne der Rechtsradikalen hat sich in Stuttgart auch ein großes Bündnis von Parteien und Verbänden gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie formiert. Verbände und Organisationen müssten zusammenstehen und ihren Mitgliedern klar machen, welchen Wert eine freiheitliche Demokratie habe, hieß es bei einem Gründungstreffen in der Landeshauptstadt.

Zum neuen Bündnis gehören neben Grünen, CDU, SPD und FDP unter anderem auch der Deutsche Gewerkschaftsbund mit seinen acht Mitgliedsgewerkschaften, Wirtschaftsverbände, Kirchen und Kommunalverbände. Auch der Landesbauernverband und der Landessportverband beteiligen sich, ebenso wie der Automobilclub Europa, der Kinderschutzbund und die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future, der Schwäbische Chorverband und der Städtetag.

«In einem Schulterschluss aller Demokratinnen und Demokraten in Baden-Württemberg erheben wir gemeinsam unsere Stimme gegen Verfassungsfeinde», heißt es unter anderem in einer Erklärung zum Abschluss des Auftakttreffens. Es gelte Haltung im Alltag zu zeigen. «Ob beim Elternabend, am Arbeitsplatz, im Sportverein oder beim Stammtisch, wir treten Hass und Hetze entgegen.»

 

Weitere Nachrichten

Rutschbahnprojekt: Mit Tempo in die Innenstadt - Calw baut XXL-Rutsche

Zwei neue Rutschen im Stadtgarten Calw verbinden künftig den Park mit der Innenstadt. Bis zu 35 Kilometer pro Stunde sind möglich – vorausgesetzt, der TÜV gibt grünes Licht.

Tanktourismus: Darum ist Tanken in Österreich meist günstiger

Tanken in Österreich lohnt sich für viele Grenzpendler: Wer Benzin tankt, kann bis zu 30 Cent pro Liter sparen. Was hinter dem Preisunterschied steckt.

Mieterbund warnt: Hohe Wohnkosten bremsen Fachkräfte

Pflegekräfte, Busfahrer, Handwerker: Viele Branchen suchen dringend Personal, doch Wohnungsnot und hohe Kosten schrecken Bewerber ab.

Nach Niedrigwasser: Rhein-Anrainer fordern mehr Bundesmittel für Wasserstraßen

Die vier Bundesländer am Rhein dringen auf mehr Geld für Wasserstraßen. Die kritische Infrastruktur müsse besser auf aktuellen Herausforderungen wie Niedrigwasser vorbereitet sein.

Beagle "Flecki" mit Herrchen wiedervereint: Entlaufener Hund auf A5 gerettet

Mitten auf der Autobahn: Eine 38-Jährige rettet einen Beagle vor dem Verkehr. Wie «Flecki» ins Tierheim kam und schließlich wieder zu seinem Besitzer fand.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.