News aus Baden-Württemberg
130 „Stadtjäger“ helfen künftig bei Problemen mit Wildtieren

News aus Baden-Württemberg 130 „Stadtjäger“ helfen künftig bei Problemen mit Wildtieren

Quelle: Lino Mirgeler
dpa

Ob Wildschwein im Garten oder Ärger mit Waschbären – in Baden-Württemberg dürfen sich künftig knapp 130 extra ausgebildete Stadtjägerinnen und Stadtjäger um Konflikte mit Wildtieren in Siedlungsgebieten kümmern.

Das berichten die «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwoch) unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben des Landwirtschaftsministeriums. «Die Kommunen haben damit künftig einen Ansprechpartner bei solchen besonderen Problemen», sagte dazu ein Ministeriumssprecher.

In dem Brief werde den Jagdbehörden mitgeteilt, dass Stadtjäger künftig eingesetzt werden dürfen. Grundvoraussetzung für einen Stadtjäger sei ein Jagdschein, wie ihn der herkömmliche Jäger auch habe. Dann müssten die Stadtjäger einen Aufbaukurs machen, sich anerkennen lassen und einen entsprechenden Ausweis beantragen. Dieser gelte landesweit. Tätig werden könnten sie aber erst, wenn eine Gemeinde sie bestellt, sagte der Sprecher. Der Fokus liege darauf, Konflikte zu lösen: «Also wie kriegt man es zum Beispiel hin, dass Wildschweine nicht mehr den Vorgarten durchwühlen», sagte er.

Bisher hatten die Spezialjäger, obwohl bereits ausgebildet, noch nicht tätig werden dürfen, schreiben die «Stuttgarter Nachrichten». Ein offizielles Vorgehen habe es bisher nicht gegeben. Nun seien diese Unsicherheiten beseitigt, wie auch der Ministeriumssprecher sagte.

 

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