News aus Baden-Württemberg
3.200 Ortskräfte & Angehörige aus Afghanistan in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg 3.200 Ortskräfte & Angehörige aus Afghanistan in Baden-Württemberg

Quelle: Omar Haidari
dpa

Die Zahl der in Baden-Württemberg aufgenommenen akut gefährdeten Menschen aus Afghanistan hat stark zugenommen.

Von Anfang 2021 bis Ende Juli 2022 wurden 3194 Ortskräfte und deren Familienangehörige sowie Menschenrechtsaktivisten im Land untergebracht, wie das Migrationsministerium in Stuttgart mitteilte. Im Jahr 2021 wurden 1129 Menschen aufgenommen. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres waren es bereits 2065.

Die Ortskräfte arbeiteten früher beispielsweise als zivile Helfer für die Bundeswehr oder als Dolmetscher. Bei den aufgenommenen Menschen handele es sich um keine Asylbewerber.

Die Taliban brachten vor einem Jahr ohne bedeutende Gegenwehr der afghanischen Streitkräfte das Land nach und nach unter ihre Kontrolle. Vorangegangen war der Abzug der Nato-Truppen. Nach der Einnahme Kabuls am 15. August erfolgte ein internationaler militärischer Evakuierungseinsatz, an dem sich auch Deutschland beteiligte. Am Flughafen von Kabul spielten sich damals dramatische Szenen ab, als viele Menschen das Land verlassen wollten.

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek (CDU) sagte: «Ein Jahr nach dieser Krise ist die Arbeit in Afghanistan noch lange nicht getan und das Leid der Menschen, die noch vor Ort sind, ist groß.»

Lorek betonte, gleichzeitig habe man auch gegenüber den Schutzsuchenden aus anderen Ländern – aktuell insbesondere aus der Ukraine – die Pflicht, ihnen Schutz und Zuflucht zu gewähren. «Wir müssen daher in aller Deutlichkeit an den Bund appellieren, die massiven Belastungen für die Stadt- und Landkreise sowie Städte und Gemeinden durch die gestiegenen Zugänge aus der Ukraine und weiteren Asylbegehrenden beim Handeln im Blick zu behalten.»

 

Weitere Nachrichten

Radfahrerin stirbt nach schwerem Zusammenstoß in Rheinstetten

Eine Radlerin stößt frontal mit einem Radfahrer zusammen, der einem Auto ausweicht. Sie wird lebensgefährlich verletzt und stirbt zweieinhalb Wochen später. Warum die Polizei weiter nach Zeugen sucht.

Durch Mücken übertragen: Unbekanntes Virus bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen

Fieber, Durchfall, sinkende Milchleistung: Bei Rindern in Baden-Württemberg wurde ein neues Virus gefunden. Laut zuständigem Bundesinstitut gehört es zur exotischen Simbu-Serogruppe. Was weiß man?

Trockenheit, Hitze und Krankheiten: Historisch schlechte Zuckerrüben-Ernte befürchtet

Es steht nicht gut um die Zuckerrüben auf den Anbauflächen in Süddeutschland. Das dürfte auch Folgen für die Verbraucher haben.

Kriminalstatistik: Mehr Missbrauchsfälle von Kindern im Südwesten

Die Zahl schwerer Missbrauchsfälle in Baden-Württemberg wächst. Digitale Methoden und KI spielen bei den Verbrechen laut Polizei eine immer wichtigere Rolle.

Eine besondere Reise Mit "Emma" und "Kaya" auf Tour

Ein Schweizer ist mit seinem Liegerad samt Wohnanhänger ein Hingucker. Seit Mai ist er unterwegs, passiert mehrere Bundesländer, und erfährt viel Hilfsbereitschaft.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.