News aus Baden-Württemberg
30 von 70 Fang- & Heuschreckenarten in Baden-Württemberg gefährdet

News aus Baden-Württemberg 30 von 70 Fang- & Heuschreckenarten in Baden-Württemberg gefährdet

Quelle: Pixabay
dpa

30 von 70 Heuschrecken- und Fangschreckenarten in Baden-Württemberg sind laut der neuen Roten Liste der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) gefährdet.

Das sei zwar in etwa der gleiche Anteil wie bei der ersten Einstufung im Jahr 1998, teilte die Behörde am Montag in Karlsruhe mit. Im Detail zeigten sich aber Unterschiede: So seien 17 Arten im Vergleich zur Roten Liste von 1998 positiver eingestuft worden, während 14 Arten nun stärker gefährdet seien. Acht Arten gelten demnach als vom Aussterben bedroht.

«Von den aktuellen Klimaveränderungen profitieren beispielsweise wärmeliebende Arten wie die im Jahr 1998 noch als ausgestorben eingestufte heimische Große Schiefkopfschrecke», teilte die LUBW mit. Sie habe sich in den vergangenen Jahren massiv ausgebreitet, besiedele nun die gesamte Rheinschiene und gelte nicht mehr als gefährdet.

«Verlierer der vergangenen zwei Jahrzehnte sind anspruchsvolle Arten, die Spezialisten für bestimmte Lebensräume sind», erläuterte Experte Werner Altkofer. Der Rotleibige Grashüpfer beispielsweise benötige kurzrasige Magerrasen unter voller Sonneneinstrahlung, die insbesondere durch die Wanderschäferei auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald entstanden sind. Wird diese Beweidungsform aufgegeben, wachsen die Flächen und damit der Lebensraum dieser Schreckenart zu.

Gezielte Schutzmaßnahmen seien unumgänglich, damit sich die Situation nicht noch mehr verschlechtert, sagte Altkofer laut Mitteilung. «Der Fortbestand vieler sehr seltener Arten, wie zum Beispiel der Wanstschrecke ist von solchen bereits bestehenden Schutzmaßnahmen abhängig. Es braucht aber viel Zeit, bis sich diese auch in einer Verbesserung der Gefährdungskategorie niederschlagen.»

 

Weitere Nachrichten

Sparen ohne Sperren: Zoos in Baden-Württemberg in der Energiekrise

Tropenfische brauchen warme Temperaturen, Reptilien und Orang-Utans auch. Zoos müssen die Aquarien, Terrarien oder Tierhäuser beheizen. Die Energiekrise befeuert die Kosten nach einer bereits belastenden Corona-Zeit. Wie reagieren die Zoos im Land?

Modellversuch: Häftlinge sollen in Zellen Zugang zu Computern bekommen

Häftlinge in Baden-Württemberg sollen in den Gefängniszellen Zugang zu Computern bekommen.

Wallbox: Verbraucherschützer skeptisch bei Stromabriegelung

Verbraucherschützer haben vor überzogenen zeitweisen Stromabriegelungen durch Netzbetreiber im Zuge des Ausbaus von E-Ladestationen gewarnt.

Bauminister für Förderung nicht nur von sozialem Wohnungsbau

Die Bauminister der Länder haben vor einer zu starken Fokussierung auf den sozialen Wohnungsbau bei der Förderpolitik gewarnt.

Justizministerin will Amtsgerichte im Land stärken

Die Amtsgerichte sind für Zivilstreitigkeiten mit einem geringen Streitwert zuständig. Die Grenze ist seit Jahren nicht angehoben worden - Baden-Württemberg fordert nun, dass sich das ändert.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.