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Wer Müll auf die Straße wirft, muss mehr zahlen
75 Euro für Zigarettenkippen – Karlsruhe erhöht die Bußgelder

Wer Müll auf die Straße wirft, muss mehr zahlen 75 Euro für Zigarettenkippen – Karlsruhe erhöht die Bußgelder

Quelle: Pixabay

Wer die Zigarette einfach auf den Boden wirft, sein Kaugummi nicht richtig entsorgt oder wer das Häufchen des Hundes nicht entfernt, der muss in Karlsruhe künftig deutlich höhere Bußgelder zahlen. Das soll dazu beitragen, dass Karlsruhe sauberer wird.

Karlsruhe soll sauberer werden

Karlsruhe soll sauberer werden – das ist bereits seit einigen Jahren ein erklärtes Ziel. Aktionen wie die Dreck-weg-Wochen sollen dazu das Bewusstsein für die Sauberkeit in der Stadt erhöhen. Künftig will die Stadtverwaltung aber auch mit höheren Bußgeldern dafür sorgen, dass weniger Menschen ihren Müll einfach achtlos fallenlassen. Karlsruhe folgt dabei dem Beispiel anderer Städte: So hat unter anderem Mannheim bereits im April seine Bußgeld-Sätze angepasst.

Auch hier das Ziel: Müllsünder sollen ein größeres Bewusstsein für Sauberkeit haben, die Stadt will auf diese Weise gegen unnötige Vermüllung in den Straßen vorgehen. Grundlage ist nicht nur in der Quadrat- sondern auch in der Fächerstadt ein neuer Bußgeldkatalog des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Dieser trat bereits am 01. Dezember 2018 in Kraft und soll dafür sorgen, eine intakte Umwelt für alle und die künftigen Generationen zu schaffen, eben indem weniger Müll achtlos entsorgt wird. Neben den erhöhten Bußgeldern solle mit Aufklärungsarbeit gegen Umweltverstöße vorgegangen werden.

 

Beschwerden aus der Bevölkerung

Insgesamt beschreibt der Bußgeldkatalog 840 Tatbestände und hat eine Gültigkeit bis Ende 2025. Er soll dazu beitragen, im ganzen Land eine einheitliche Praxis beim Bestrafen von Müllsündern an der Hand zu haben – einer Praxis, an die sich nun auch Karlsruhe anschließt. Damit wird auch auf Beschwerden aus der Bevölkerung reagiert, in welche die mangelnde Sauberkeit in Teilen von Karlsruhe beklagt wurde.

 

So teuer wird es in Karlsruhe

Wer künftig Zigaretten, Papier oder Becher auf den Boden statt in einen Mülleimer wirft, muss 75,00 Euro zahlen. Für ein ausgespucktes Kaugummi werden sogar 100,00 Euro fällig. Hundebesitzer, welche die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entsorgen, müssen 150,00 Euro zahlen. Die Überwachung übernimmt der kommunale Ordnungsdienst, der unter anderem mit Zivilstreifen in der Stadt unterwegs ist. Für die kommende Woche hat die Stadtverwaltung bereits angekündigt, die Karlsruher über die neuen Bußgelder informieren zu wollen. Auch hierbei solle das kommunale Ordnungsamt in der Stadt zum Einsatz kommen und die betroffenen Bürger auf ihr Fehlverhalten ansprechen.

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