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Stätte der KSC-Fans wird abgerissen
Abschied von der Gegengerade: „Es tut schon im Herzen weh“

Stätte der KSC-Fans wird abgerissen Abschied von der Gegengerade: „Es tut schon im Herzen weh“

Quelle: Florian Kaute

Mit der Gegengerade verschwindet ein weiterer Teil im ehrwürdigen Stadion des Karlsruher SC! Der Abriss ist notwendig, um an der Stelle eine neue Tribüne zu errichten, die Teil des neuen Stadions wird. Bis 2022 soll der Bau allerdings noch andauern.

Die Tage der Gegengerade im Karlsruher Wildparkstadion sind gezählt: Nachdem am Sonntag, den 04. August 2019, die Fans noch die Chance hatten, sich bei einer Sitzschale-Aktion ein Souvenir zu sichern, sind am Montag, 05. August 2019 bereits die ersten Abriss-Arbeiten gestartet. In den kommenden zwei Wochen wird zunächst das Dach abgedeckt. Es besteht aus rund 2.700 Asbest-Platten, die alle einzeln per Hand abgeschraubt und in luftiger Höhe in einen Container gelegt werden müssen. Herunterfallen sollten die rund 43 Kilo schweren Platten allerdings nicht, sonst müssen die mit Schadstoffen belasteten Einzelteile aufwendig aufgesammelt werden, um sie einer fachgerechten Entsorgung zuführen zu können.

Nachdem das rund 8.000 Quadratmeter große Dach abgedeckt ist, wird es weitere zwei Wochen dauern, bis auch die Stahlkonstruktion abgetragen wurde, die das Dach und die Empore trug. Im Anschluss folgen die Erdarbeiten, die auch schon in den beiden Kurven notwendig waren. Danach wird auf der freien Fläche eine Tribüne für das neue Stadion errichtet werden.

 

 

Stadion-Baustelle ist im Zeit- und Kostenplan

Bis dahin wird sie, zusammen mit den beiden provisorisch errichteten Seitentribünen, über 15.000 Fans Platz in der „Baustelle Wildpark“ bieten. Das zweite Provisorium, entlang der ehemaligen E-Blöcke sowie der Gästetribüne, wird zum DFB-Pokalspiel des Karlsruher SC am Montag, 12. August 2019, pünktlich in Betrieb gehen. Überhaupt seien die laufenden Arbeiten derzeit im Kosten- und Zeitplan – das solle auch mit dem Abriss der Gegengerade so bleiben.

Frank Nenninger, technische Projektleiter des städtischen Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark (Eibs) zeigt sich am Dienstag bei einem Termin im Stadion emotional in Anbetracht der Abrissarbeiten: „Damit verschwindet ein Stück Wildpark-Geschichte – das tut schon etwas im Herzen weh!“.

 

| Quelle: Florian Kaute

 

Bau der neuen Tribüne beginnt im Dezember

Im Dezember sollen laut Plan die Vorabmaßnahmen beendet sein, dann beginnt an der Stelle der Gegengerade der Bau der neuen Tribüne, die dann auch rund acht Meter näher am Spielfeld sein wird, so der Plan. Aktuell fehlt zwar noch die Baufreigabe für die Tribüne, aber die Verantwortlichen sind sich sicher, dass diese rechtzeitig erteilt wird. Nach der Fertigstellung wird die Haupttribüne auf den Neubau umziehen, anschließend wird auch dieser dann letzte Teil des Wildparkstadions Geschichte sein. Wird der Zeitplan auch weiterhin eingehalten, können die KSC-Fans 2022 die Eröffnung des neuen Stadions feiern.

 

Fotogalerie – Abriss der Gegengerade

Wildparkstadion - Abriss der Gegengerade

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