Klimastreik in der Fächerstadt
Alle fürs Klima – globaler Klimastreik am Freitag in Karlsruhe

Klimastreik in der Fächerstadt Alle fürs Klima – globaler Klimastreik am Freitag in Karlsruhe

Quelle: Pixabay

Am Freitag, 20. September 2019, findet unter dem Motto „Alle fürs Klima“ ein globaler Klimastreiks statt. Die Bewegung Fridays for Future hat rund 30 Karlsruher Vereine und Gruppierungen dazu aufgefordert, sich gemeinsam für den Klimaschutz einzusetzen.

Rückenwind für den Klimastreik

Nun gehen auch die Erwachsenen auf die Straße: Am Freitag, den 20. September 2019, werden nämlich nicht nur die Schüler der Fridays-For-Future-Bewegung Karlsruhe demonstrieren, sondern auch ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis. Zu diesem globalen Streik hatten die Fridays-For-Future-Anhänger alle Generationen aufgefordert. Es ist der bereits dritte globale Klimastreik der Schüler- und Studentenbewegung Fridays For Future. Unter dem Motto #AlleFuersKlima wird an diesem Tag auch in Karlsruhe demonstriert. In ganz Deutschland sind rund 500 Demonstrationen geplant. In mehr als 2.000 Städten und in 129 Staaten wollen Menschen an diesem Tag gegen den Klimawandel auf die Straße gehen.

 

Nächste Schritte der Klimapolitik

Das Datum des globalen Streiks wurde nicht willkürlich gewählt. Denn an eben diesem 20. September 2019 wird die Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheiden, zudem findet nur kurze Zeit später der UN-Klimagipfel (21. September bis 23. September 2019) in New York statt, bei dem Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zusammenkommen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört zu den Teilnehmern und wird die Entscheidung der Bundesregierung dort vorstellen.

 

Die Ziele des Klimastreiks

Ziel des Klimastreiks sowie der Fridays For Future-Bewegung ist, dass die Ziele des Pariser Klima Abkommens aus dem Jahr 2016 eingehalten werden – dazu zählt auch die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziel. Dieses sagt, dass die globale Erwärmung, bei „deutlich unter zwei Grad“ /1,5 Grad) gestoppt werden soll.

Weitere Ziele sind:

  • 15 Jahre früher als bisher geplant, nämlich bis 2035 soll der Ausstoß der Treibhausgase unterm Strich auf Null sinken.
  • Der Kohleausstieg soll bis in das Jahr 2030 vollzogen sein und die 100-prozentige erneuerbare Energieversorgung muss bis 2035 vollzogen sein.
  • Bis Ende 2019 soll die Bundesrepublik die staatlichen Subventionen für fossile Energieträger stoppen, ein Viertel der Kohlekraft abstellen sowie eine Steuer auf Treibhausgasemissionen festsetzen.

 

Infos zum Klimastreik in Karlsruhe

Der große Klimastreik in der Fächerstadt beginnt um 11:00 Uhr mit einer Kundgebung am Friedrichsplatz in der Innenstadt. Ab 11:45 Uhr startet der Demozug, welche mit einem allgemeinen Block beginnt und dem andere Blöcke mit Organisationen folgen. Fridays-For-Future informiert, dass Parteien ihre Blöcke an das Ende der Demonstration positionieren sollen. Nach der Demo wird die Band „Headphonemusic“ auf dem Friedrichsplatz für die Teilnehmer spielen. Übrigens: Zumindest ein Zeichen hat auch die Karlsruher Stadtpolitik gesetzt: So wurde im Sommer 2019 der Klimanotstand in Karlsruhe ausgerufen.

 

Die Demo-Strecke im Überblick

| Quelle: Fridays for Future

 

Mögliche Folgen für Schüler & Arbeitnehmer

Wer am Klimastreik teilnehmen möchte, der muss mit Konsequenzen rechnen, denn da in Deutschland für Schüler eine Schulpflicht besteht, gilt das Fehlen im Unterricht, als Schwänzen. Das Schulschwänzen wird in den meisten Schulen mit einer Eintragung der Fehlstunden geahndet. Unangenehm wird das Streiken während der Schulzeit auch für die Eltern der Schüler. Wenn diese nämlich nicht dafür sorgen, dass ihre Schützlinge zur Schule gehen, können diese eine Strafe wegen einer Ordnungswidrigkeit erhalten.

Auch Arbeitnehmern drohen Konsequenzen durch die Teilnahme am Klimastreik. Denn politische Streiks sind in Deutschland für Arbeitnehmer nicht möglich, da einzig bei ordentlichen tarifrechtlichen Auseinandersetzungen das Streiken erlaubt ist. Wer also am Klimastreik teilnimmt, ohne das mit seinem Arbeitgeber abzusprechen, der geht das Risiko von einer Abmahnung bis zur fristlosen Kündigung ein. Wer allerdings in seiner Mittagspause am Streik teilnehmen will, kann das bedenkenlos tun.

     

    OB gibt Mitarbeiter der Stadt frei

    Auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Karlsruhe können an dem Klimastreik in Karlsruhe teilnehmen, da Oberbürgermeister Frank Mentrup eine „verlängerte Mittagspause“ von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr erlassen hat. In seinem Schreiben an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung erklärt Mentrup: „Der Klimawandel ist eines der großen Probleme unserer Zeit. Weltweit sorgen sich die Menschen über alle Generationen hinweg und wollen sich verstärkt einsetzen.“ Dies gelte auch für die Menschen in Karlsruhe.

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