Nachrichten
Apothekensterben in Baden-Württemberg hält an

Nachrichten Apothekensterben in Baden-Württemberg hält an

Quelle: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild
dpa

Kostendruck und Probleme bei der Nachfolgesuche: Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt seit Jahren. Nun liegen aktuelle Daten für den Südwesten vor.

Wer eine Apotheke in Baden-Württemberg sucht, muss dafür unter Umständen immer weitere Wege auf sich nehmen. Ihre Zahl ist zum Ende des vergangenen Jahres auf 2.152 geschrumpft, wie eine Sprecherin der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg in Stuttgart sagte. 70 Apotheken hätten 2024 für immer geschlossen. Nur vier neue seien eröffnet worden. In den letzten 15 Jahren sei die Zahl der Apotheken um mehr als 20 Prozent gesunken.

Im Notfall ein Problem

«Besonders betroffen sind ländliche Regionen, in denen Apotheken als wichtige Anlaufstellen für Gesundheitsfragen und persönliche Beratung fungieren», hieß es in einer Mitteilung. «Insbesondere in Notfällen wird dort die Versorgung herausfordernder.» Leidtragende seien die Patienten und Patientinnen.

Kammerpräsident Martin Braun mahnte die Politik: «Die kontinuierliche Abnahme der Apotheken gefährdet nicht nur die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, sondern stellt auch eine enorme Mehrbelastung für die verbleibenden Apotheken dar.»

Unter anderem müsse das seit 20 Jahren nahezu unveränderte Honorar für die Leistungen der mehr als 13.000 Apothekerinnen und Apotheker im Land angepasst werden. Zudem beklagt auch diese Branche zu viel Bürokratie.

Bundesweiter Trend

Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt seit Jahren. Zu den Gründen zählen Kostendruck und Probleme bei der Nachfolgesuche, wenn Inhaber oder Inhaberinnen von Apotheken in den Ruhestand gehen.

Mangels Verdienstmöglichkeiten ziehe es qualifizierte Menschen in die Industrie oder Krankenhausapotheken, beklagt die Apothekervereinigung ABDA. Mit einem Rückgang um drei Prozent auf 17.041 Apotheken sei die Zahl der Apotheken in Deutschland Ende 2024 auf den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen.

 

Weitere Nachrichten

KIT unter Top3 beim Zukunftspreis: Energiespeicher, Chip und Intensiv-Therapie

Drei Projekte aus Bayern und Baden-Württemberg gehen ins Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2026. Was ihre Technologien für Medizin, Energiewende und Digitalisierung leisten können.

Erneute A8-Teilsperrung steht an - Was Fahrer wissen müssen

Auf der Autobahn bei Pforzheim sind Verkehrsteilnehmer Probleme und Kummer gewohnt. Worum es diesmal geht und auf welche Schilder man achten sollte.

Akten bei Staatsanwaltschaften im Land häufen sich weiter

Bei den baden-württembergischen Staatsanwaltschaften türmen sich die unbearbeiteten Fälle. Woran das liegt und was Richter und Staatsanwälte dagegen tun wollen.

Mehr Geld für Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel

Nach Warnstreiks und Aktionen: Verdi und Handelsverband einigen sich auf mehr Lohn. Was das im Detail bedeutet.

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.