News
Aufpassen am Steuer: Polizei-Kontrollwoche gegen Ablenkung

News Aufpassen am Steuer: Polizei-Kontrollwoche gegen Ablenkung

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
dpa

Es ist die zweithäufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Daher schauen die Einsatzkräfte nun noch genauer hin.

Wer auf der Straße unterwegs ist, sollte sich auf den Verkehr konzentrieren – und nicht aufs Handy. Um Menschen für die Gefahren durch Ablenkung während der Fahrt zu sensibilisieren, beteiligt sich Baden-Württemberg an einer europaweiten Kontrollwoche.

Bis Sonntag kontrolliert die Polizei verschärft, ob Autofahrerinnen und -fahrer am Steuer elektronische Geräte wie Mobiltelefon, Tablet oder Laptop nutzen. Verstöße würden konsequent geahndet, kündigte das Innenministerium in Stuttgart an.

«Keine E-Mail oder Kurznachricht ist ein Menschenleben wert»

Ablenkung war den Angaben nach im vergangenen Jahr die zweithäufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. «Keine E-Mail oder Kurznachricht ist ein Menschenleben wert», betonte Minister Thomas Strobl.

Zudem warnte der CDU-Politiker: «Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden lang Nachrichten auf dem Smartphone checkt, sieht 30 Meter lang nicht, was vor ihm passiert – ob vor ihm gebremst wird, die Ampel auf Rot springt oder plötzlich ein Kind auf die Fahrbahn läuft.» Unfallforscher, Polizei und Politik warnen immer wieder, dass Ablenkung im Straßenverkehr unterschätzt wird.

Die Kontrollen im Südwesten finden laut Ministerium sowohl an stationären Kontrollstellen als auch mobil statt. «Dabei strebt die Polizei Baden-Württemberg flächendeckend eine möglichst hohen Kontrolldruck an», hieß es.

Schwere Unfälle verhindern, Menschenleben schützen

Die sogenannte europaweite Roadpol-Kontrollwoche steht unter dem Motto «Focus on the Road» («Konzentrieren Sie sich auf die Straße»). Roadpol steht für «European Roads Policing Network». Es ist aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien aus der Europäischen Union hervorgegangen. Das Ziel: weniger Tote und Schwerverletzte nach Verkehrsunfällen auf Europas Straßen.

Es gehe nicht nur um Handys, sondern auch um Kopfhörer, falsch gesicherte Ladung oder unzureichend gesicherte Kinder. Auch Lastwagen- und Radfahrer seien im Fokus. Aus Sicht des Ministeriums sollen das Bewusstsein für das Thema Ablenkung und die daraus resultierenden Gefahren im Straßenverkehr geschärft und die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden gesteigert werden. «So sollen schwere Unfälle verhindert, die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht und Menschenleben geschützt werden.»

 

Weitere Nachrichten

Erstmals seit 200 Jahren: Was der neue Luchsnachwuchs für Baden-Württemberg bedeutet

Erstmals seit 200 Jahren gibt es Luchsnachwuchs im Südwesten. In den vergangenen Monaten wurden vier Junge bei drei Weibchen nachgewiesen. Ein Fund im Südschwarzwald könnte auf Zuwanderung hindeuten.

Umzug nach Tschechien: Darum hat Eisbär Mika den Zoo Karlsruhe verlassen

Er war der Star im Karlsruher Zoo – jetzt ist Eisbär Mika in Brno: Sein Umzug weckt Erinnerungen. An eine schwere Geburt, einen zotteligen Publikumsliebling und große Geburtstagstorten.

Drogen am Karlsruher Flughafen: Haschisch statt Käse - Zollhund findet Drogen in Brötchen

Ein Drogenspürhund des Zolls am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden schlägt bei einem Passagier an. Die vermeintliche Reiseverpflegung des Mannes hat strafrechtliche Konsequenzen.

Promis und Politiker dabei: Landtag wählt 82 Südwest-Vertreter für Bundesversammlung

Der Landtag hat die baden-württembergische Delegation für die Bundespräsidentenwahl in Berlin bestimmt. Dazu gehören ein Fußballer, ein Sänger, eine Nobelpreisträgerin und ein Unternehmer.

EnBW erhöht Strom- und Gaspreise ab 2027

EnBW-Kunden müssen ab 2027 für Strom und Gas tiefer in die Tasche greifen. Welche Kosten laut Versorger hinter den Erhöhungen stecken.

Neuzulassungen: E-Auto-Bestand im Südwesten wächst weiter

Benziner und Diesel zusammen erstmals abgehängt: In Baden-Württemberg wurden bis September mehr reine E-Autos neu zugelassen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.