News
Streit um Lidl-App: Verbraucherzentrale zieht vor BGH in Karlsruhe

News Streit um Lidl-App: Verbraucherzentrale zieht vor BGH in Karlsruhe

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Millionen nutzen die «Lidl Plus»-App. Verbraucherschützer klagten, weil die Nutzung ihrer Meinung nach nicht kostenlos ist – bislang erfolglos. Nun sollen die Richter in Karlsruhe entscheiden.

Der Rechtsstreit zwischen Verbraucherschützern und dem Discounter Lidl um die «Lidl Plus»-App geht in die nächste Instanz. Der Verbraucherzentrale Bundesverband will Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) – dem höchsten deutschen Zivilgericht – einreichen. Die Entscheidung sei getroffen, teilte eine Verbandssprecherin mit. Wann die Revision genau eingereicht werden soll, war zunächst aber nicht bekannt. Zuvor hatte die «Lebensmittelzeitung» berichtet.

Die Verbraucherschützer hatten im April eine Unterlassungsklage gegen die App eingereicht. Sie begründeten den Schritt damit, dass deren Nutzung – anders als in den Teilnahmebedingungen angegeben – nicht kostenlos sei. Zwar müssten Verbraucher kein Geld zahlen, jedoch bezahlten sie mit ihren Daten. Lidl dürfe deshalb nicht behaupten, dass die Nutzung der App kostenlos sei. Außerdem müsse das Unternehmen einen Gesamtpreis angeben.

Ende September hatte das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) die Klage als unbegründet abgewiesen. Nach Ansicht des Verbrauchersenats ist es nicht zu beanstanden, dass Lidl bei der Anmeldung keinen Gesamtpreis angibt. Das deutsche Gesetz und zugrundeliegende europäische Normen verstünden einen Preis als einen zu zahlenden Geldbetrag und nicht als irgendeine sonstige Gegenleistung. Es sei auch nicht irreführend, dass Lidl die Nutzung der App in den Teilnahmebedingungen als kostenlos bezeichnet, hieß es damals.

App hat Millionen Nutzer

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ließen die Richter aber eine Revision zu. Nach Angaben der Verbraucherschützer handelt es sich um ein Pilotverfahren. Sie wollen die Frage zum Bezahlen mit Daten daher nun höchstrichterlich klären lassen. Lidl äußerte sich zuletzt nicht zu dem Gerichtsverfahren. Nach früheren Angaben des Discounters nutzen mehr als 100 Millionen Kunden weltweit die «Lidl Plus»-App, um von Rabatten, Coupons und Aktionen zu profitieren.

 

Weitere Nachrichten

Verwechslungsgefahr! Wildkätzchen bitte nicht mitnehmen – Gefahr für die Art

Wildkätzchen werden oft mit Hauskatzenbabys verwechselt. Warum das Mitnehmen aus dem Wald der streng geschützten Art schadet, erklärt eine Expertin des BUND.

Gefährdete Tiere: Affenberg am Bodensee wächst mit neuem Nachwuchs

Süßer Zuwachs am Affenberg: Drei Affenbabys sind da, weitere sollen noch kommen. Warum Besucher Abstand halten müssen.

BGH in Karlsruhe bestätigt lebenslange Haft nach Mord an Psychologin

Ein Mann wird im vergangenen August wegen Mordes an einer schwangeren Psychologin zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof sieht darin keine Rechtsfehler.

Mutter und Sohn tot in Wohnung im Kreis Karlsruhe aufgefunden – Hintergründe noch unklar

Eine 61-Jährige und ihr Sohn liegen tot in ihrer Wohnung. Details werden nicht mitgeteilt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Psychiatriepatient stirbt während Fixierung durch Polizisten in Wiesloch

Ein Patient verhält sich laut Behördenangaben aggressiv, die Pfleger in der Psychiatrie holen die Polizei zu Hilfe. Am Ende ist der Mann tot. Was bisher bekannt ist.

Flughafen Stuttgart gibt Tipps: So fliegt man entspannt in die Pfingstferien

Eine halbe Million Urlauber, lange Schlangen? Mit ein paar Tricks gelingt der entspannte Start in die Ferien. Was Reisende jetzt wissen sollten.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.