News aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg will schnellstmögliche Rhein-Vertiefung

News aus Baden-Württemberg Baden-Württemberg will schnellstmögliche Rhein-Vertiefung

Quelle: Thomas Frey/dpa/Archivbild
dpa

Zu welchen Engpässen in der Schifffahrt Niedrigwasser führt, hat der Dürresommer deutlich vor Augen geführt. Es gibt längst Pläne, hier Abhilfe zu schaffen. Beim Treffen der Verkehrsminister wollen die Länder Druck auf den Bund machen – allen voran Baden-Württemberg.

Nach den Problemen der Schifffahrt wegen des Niedrigwassers im Dürresommer will Baden-Württemberg bei der Verkehrsministerkonferenz in der kommenden Woche Druck auf den Bund machen, den Rhein schnellstmöglich auszubauen. Das Projekt «Abladeoptimierung der Fahrrinnen» am Mittelrhein sei «die dringlichste engpassbeseitigende Maßnahme zur Stärkung der Resilienz der Güterschifffahrt in Baden-Württemberg gegenüber Niedrigwasserereignissen», heißt es in einer Antwort des Stuttgarter Verkehrsministeriums auf einen Antrag der FDP im Landtag.

Das rund 60 Millionen Euro teure Projekt soll dazu führen, dass Schiffe bei Niedrigwasser jeweils rund 200 Tonnen mehr laden können. Dafür soll die Fahrrinne bei Niedrigwasser von 1,90 Meter auf 2,10 Meter vertieft werden. Bis wann das umgesetzt werden soll, steht nicht fest.

Der Beschlussvorschlag für das Ministertreffen am 12. und 13. Oktober in Bremerhaven mit der Aufforderung an das Bundesverkehrsministerium, das Vorhaben schnellstmöglich umzusetzen, werde von allen Bundesländern unterstützt, hieß es weiter. Es sei gut, wenn der Bund an seine Verpflichtungen unter anderem bei der Ertüchtigung des Rheins erinnert werde, erklärte Christian Jung, verkehrspolitischer Sprecher der FDP im Landtag und Parteikollege von Bundesressortchef Volker Wissing. «Wir haben im Sommer schmerzlich erlebt, wie die Zuladungen deutlich reduziert werden mussten.»

Im Sommer hatte der Rhein wegen der Dürre so wenig Wasser, dass Güterschiffe erhebliche Probleme hatten und mit weniger Ladung fahren mussten. Der für den Mittelrhein wichtige Pegelstand bei Kaub zwischen Mainz und Koblenz erreichte am 15. August einen Wert von 31 Zentimetern.

Nahezu die gesamte Güterschifffahrt in Baden-Württemberg auf Rhein, Main und Neckar sei vom Niedrigwasser auf dem Rhein betroffen, heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums weiter. Es lägen zwar noch keine umfassenden Daten für die gesamte Niedrigwasserperiode vor. Einzelne Häfen erwarteten für 2022 aber, dass die Menge umgeschlagener Güter um 25 Prozent zurückgehe.

Das Güterverkehrskonzept Baden-Württemberg belegt die wachsende Rolle der Schifffahrt: Dieses geht davon aus, dass die Transportleistung über Flüsse bis 2030 um 25 Prozent verglichen mit 2010 ansteigt. Mit den nötigen Investitionen wäre aus Sicht von FDP-Politiker Jung mehr möglich: «Für mich ist ganz klar, dass die Wasserstraße erhebliches Zukunftspotenzial hat.»

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.