News aus Baden-Württemberg
Bundesländer kritisieren Sparpläne für ländlichen Raum

News aus Baden-Württemberg Bundesländer kritisieren Sparpläne für ländlichen Raum

Quelle: Jens Wolf
dpa

Geht es nach den Plänen der Bundesregierung, steht künftig weniger Geld für Förderprogramme für den ländlichen Regionen zur Verfügung. Die Empörung ist groß. Länder- und parteiübergreifend.

Die vom Bundeskabinett geplanten Kürzungen bei Fördermitteln für den ländlichen Raum stoßen auf jede Menge Kritik und Ablehnung. In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) lehnen Nordrhein-Westfalen und sechs weitere Bundesländer die angedachten finanziellen Kürzungen bei den sogenannten GAK-Fördermitteln (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz) ab. Auch von kommunaler Seite und anderen Parteipolitikern hagelte es am Freitag Kritik an den Plänen.

«Die Länder sehen mit den geplanten Kürzungen seitens des Bundes die verfassungsrechtlichen Grundfesten der GAK erschüttert», heißt es in dem Schreiben der Agrarminister aus NRW, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein an Özdemir. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Parteiübergreifend kommt auch von kommunaler Seite massive Kritik an den Kürzungsplänen. In Bayern appellierten alle 71 Landräte an die Ampel-Koalition, die Schwächungen des ländlichen Raums zu verhindern. Zahlreiche Projekte in den Landkreisen könnten sonst nicht fortgeführt werden. «Vom Ziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse in allen Teilen der Bundesrepublik entfernt sich der Bund immer mehr», teilte Thomas Habermann (CSU), Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags, in München mit.

Die Kürzungsvorschläge des Bundeskabinetts seien für die Länder nicht hinnehmbar und könnten das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik massiv beschädigen, heißt es weiter in dem Schreiben der Agrarminister. Die sieben Länder fordern Özdemir auf, die Kürzungen bei den weiteren Beratungen im Bundestag zu verhindern. Ansonsten drohten «erhebliche Einbrüche» im Bereich der ländlichen Entwicklung.

Im Haushaltsentwurf des Bundes für 2023 sind die Fördermittel noch mit 1,13 Milliarden Euro angesetzt, im Entwurf für 2024 stehen nur noch Mittel in Höhe von 840 Millionen. Noch sind die Pläne aber nicht final beschlossen, erst nach der parlamentarischen Sommerpause wird sich der Bundestag mit dem Haushaltsentwurf befassen.

 

Weitere Nachrichten

Flughafen Stuttgart erwartet wieder rote Zahlen

2025 schrieb der Stuttgarter Flughafen wieder schwarze Zahlen, nun droht erneut ein Minus. Chef Ulrich Heppe nennt mehrere Gründe - einer davon liegt für ihn direkt in Deutschland.

Millionen-Vorhaben: Bodensee soll erste Elektro-Fähre bekommen

Batterien statt Diesel: Die Stadtwerke Konstanz möchten eine ihrer Bodensee-Autofähren umrüsten und neue Ladepunkte schaffen. Das Vorhaben kostet Millionen - ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Modellversuch: Schüler sollen mehr Mitsprachemöglichkeiten bekommen

Junge Menschen kritisieren, über ihre Köpfe hinweg werde Politik gemacht. Um sich Gehör zu verschaffen, geht die Gen Z auf die Straße. Für Baden-Württembergs Schüler könnte sich bald etwas ändern.

Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg sinkt leicht

Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Besonders für junge Menschen bleibt die Lage angespannt.

Neue Doppelstockzüge in Baden-Württemberg kommen erst 2028

156 neue Züge hat der Südwesten bestellt, doch Produktionsprobleme und das Zulassungsverfahren bremsen Alstom aus. Der Hersteller arbeitet an einem Ersatzkonzept – was ist bisher bekannt?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.