News
Bundesweite Aktion: Polizei verschärft Kontrollen gegen Autoposer an Karfreitag

News Bundesweite Aktion: Polizei verschärft Kontrollen gegen Autoposer an Karfreitag

Quelle: Paul Zinken/dpa/Symbolbild
dpa

Mit mehreren Hundert Beamtinnen und Beamten geht die Polizei im Südwesten am Karfreitag gegen Autoposer vor. Sie beteiligt sich damit an einer bundesweiten Aktion.

Die Polizei verstärkt zum Karfreitag ihre Kontrollen gegen Autoposer und illegales Tuning. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich das Land Baden-Württemberg damit am Karfreitag an einer bundesweiten Kontrollaktion, wie das Innenministerium mitteilte.

«In der Tuning- und Poserszene hat sich der Karfreitag als unseliger Saisonstart etabliert», hieß es von Innenminister Thomas Strobl (CDU). «Rücksichtsloses Imponiergehabe und illegale technische Manipulationen haben bei uns keine Fahrerlaubnis.» Ab sofort erhöhe man die Schlagzahl der Kontrollen auf den Straßen und bremse «ohrenbetäubendes und auch gefährliches Verhalten» im Verkehr aus.

 

Konsequentes Vorgehen

Die Bilanz der vergangenen Jahre deutet darauf hin, dass die Aktionen Wirkung zeigen. Bei den Kontrollen am Karfreitag der vergangenen Jahre wurden in Baden-Württemberg jeweils rund 365 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte landesweit eingesetzt. In den Jahren 2022 bis 2025 wurden demnach jeweils mehr als 350 Verstöße festgestellt. Im vergangenen Jahr wurden laut Ministerium 1.565 Fahrzeuge kontrolliert.

Auch ganzjährig geht die Polizei konsequent gegen die Szene vor. Ein seit 2021 eigens eingerichtetes Kompetenzteam koordiniert spezialisierte Schwerpunktkontrollen. Im vergangenen Jahr wurden dabei mehr als 19.000 Fahrzeuge kontrolliert, 8.790 Verstöße festgestellt und 1.412 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.

 

Strobl für dauerhaften Führerscheinentzug

Strobl verwies auf die teils tödlichen Folgen illegaler Autorennen. «Ereignisse wie der tödliche Raser-Unfall in Ludwigsburg 2025 oder der Heilbronner Raser-Unfall 2023 verdeutlichen die Notwendigkeit von konsequentem Handeln», sagte er. «Die Vorfälle zeigen, dass die Jagd nach Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auf öffentlichen Straßen tödliche Folgen für Unbeteiligte haben kann.»

Der Minister sprach sich erneut für den dauerhaften Führerscheinentzug bei wiederholten schweren Verstößen aus: «Lebenslänglich für lebensgefährlich. Wer wiederholt und uneinsichtig herumrast und sich Rennen liefert, dem muss die Fahrerlaubnis lebenslänglich entzogen werden.»

 

Weitere Nachrichten

Aktion zur WM: Flattert hier Deutschlands höchste Deutschland-Flagge?

Eine XXL-Fahne in einem kleinen Örtchen im Rems-Murr-Kreis sorgt für Aufsehen: Ist das der höchste Fahnenmast Deutschlands? Die Feuerwehr ist jedenfalls im WM-Fieber.

Cybercrime-Zentrum in Karlsruhe klagt Mann wegen sexuellen Missbrauchs an

Ein Mann soll im Netz Mädchen kontaktiert haben. Er schickt ihnen von sich selbst erstellte pornografische Inhalte - und bringt sie dazu, ihm ebenfalls solche zu schicken. Welche Strafe ihm droht.

Hitze im Südwesten: Was jetzt auf Baden-Württemberg zukommt

Mehr als 35 Grad, erste Tropennächte und ungewöhnlich hohe Temperaturen für Mitte Juni: Baden-Württemberg steht vor einer Hitzewelle. Was man dazu wissen sollte.

Dieser Landkreis ist bei der Geburtenrate im Land spitze

Die Geburtenrate im Land ist niedrig - doch die regionalen Unterschiede sind groß. Wo die Ausreißer liegen und was mögliche Hintergründe sind.

24-Jähriger nach mutmaßlichem Raubüberfall in Ettlingen in U-Haft

Nach einem Raubüberfall auf einen Supermarkt sitzt ein 24-jähriger nun Tatverdächtiger in U-Haft. Bei der Tat soll er eine Pistole dabeigehabt haben. Wie ihm die Polizei auf die Spur kam.

Zusammenstoß mit Katze im Landkreis Karlsruhe: Radfahrer stirbt in Klinik

Ein Rennradfahrer fährt einen Abhang hinunter. Plötzlich läuft eine Katze über die Straße. Der Zusammenstoß hat schwerwiegende Folgen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.