Wetter
Gewitter & Dauerregen über Baden-Württemberg: Glimpflicher als erwartet

Wetter Gewitter & Dauerregen über Baden-Württemberg: Glimpflicher als erwartet

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Vor Sturzfluten, Erdrutschen oder Überschwemmungen hatte der Wetterdienst gewarnt. Tatsächlich liefen Keller voll, aber Tief «Katinka» hat nur wenige Schäden verursacht.

Das befürchtete Wetterchaos ist in der Nacht zum Freitag in Baden-Württemberg weitgehend ausgeblieben. Das Unwetter zog nach Angaben von Polizei und Wetterdienst lediglich mit starkem Dauerregen über weite Teile Baden-Württembergs hinweg. Auch die Einsätze für Feuerwehr und Polizei hielten sich in Grenzen, wie eine Umfrage am Morgen ergab. Demnach wurden in der Nacht zwar etwas mehr Verkehrsunfälle gezählt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Es sei aber niemand ernsthaft verletzt worden oder gar ums Leben gekommen. In Stuttgart musste die Feuerwehr Wasser aus dem überschwemmten Berger-Tunnel abpumpen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für die Nacht und den Freitag im Südwesten und Westen Deutschlands Dauerregen vorausgesagt. Die starken Regenfälle sollten sich von Baden-Württemberg bis in die Pfalz, in das Saarland und nach Südhessen erstrecken. Der DWD rechnete gebietsweise mit Niederschlagsmengen zwischen 40 und 100 Litern pro Quadratmeter. Für das Saarland sowie Landkreise in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg galten Unwetterwarnungen.

Laut DWD ist ein Ende des Dauerregens vorerst nicht in Sicht. Das Tief «Katinka» werde bis in die Nacht zum Samstag über breiten Teilen von Baden-Württemberg für teils ergiebige Regenfälle sorgen, teilte der DWD am Freitagmorgen mit. Die Meteorologen rechnen mit zwischen 20 und 40 Liter pro Quadratmeter in zehn Stunden, lokal sollen es sogar um die 100 Liter werden. Am Pfingstwochenende erwartet der DWD Sonne, Wolken und örtlich Schauer oder Gewitter. Insgesamt wird es freundlicher und wieder wärmer.

Vor allem in Ostwürttemberg wurden in der Nacht zum Freitag mehrere Straßen überflutet, Keller liefen voll. Polizeieinsätze gab es vor allem in Heubach (Ostalbkreis). Auch in Schwäbisch Gmünd standen Keller unter Wasser, in Lorch (Ostalbkreis) prallte ein Auto nach Polizeiangaben wegen Aquaplanings in die Leitplanken. Die Region Stuttgart sowie Heilbronn und Tübingen blieben dagegen vom Unwetter weitgehend verschont, größere Schäden wurden nicht gemeldet. «Außer Regen nichts gewesen», sagte ein Heilbronner Polizeisprecher dem SWR.

Anders hingegen am Donnerstagabend: Beim Unwetter im Landkreis Göppingen östlich von Stuttgart waren Hagelkörner in Kirschkerngröße vom Himmel gefallen. Laut einem Polizeisprecher gab es allerdings keine größeren Einsätze oder Schäden.

 

Weitere Nachrichten

Zehntausende Temposünder - so viele Fahrverbote drohen jetzt

Die Polizei hat wieder eine Woche lang besonders stark auf die Geschwindigkeit geachtet - und wieder waren Zehntausende zu schnell unterwegs. Welche Folgen drohen jetzt?

Wo die hohen Spritpreise im Südwesten besonders wehtun

In manchen Landkreisen gibt es pro Einwohner mehr als doppelt so viele Autos mit Verbrennungsmotor wie in anderen. Bei Elektroautos sind die Unterschiede noch größer.

Hilflosigkeit vorgetäuscht: Polizei schnappt Trickbetrüger-Trio am Karlsruher Hauptbahnhof

Mit einer raffinierten Masche zockt ein Trio am Bahnhof eine junge Frau ab. Die Polizei kommt den Betrügern jedoch auf die Spur. Wie lief der Trick ab?

Laut Statistik: Brauereien im Südwesten exportieren deutlich weniger Bier

Mehr als ein Viertel weniger Bier haben die Brauereien im Südwesten 2025 exportiert. Besonders ein Land verzeichnet einen herben Rückgang. Wohin geht das Bier stattdessen?

Höchste Kriminalitätsrate: Neue Stadt an Spitze - das macht Mannheim so kriminell

Jahrelang hatte Freiburg im Breisgau die höchste Kriminalitätsrate im Land. Nun ist Mannheim negativer Spitzenreiter. Warum das so ist und was die Stadt dazu sagt.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.