News
Deutscher Zukunftspreis: Saubere Umwelt und gesunde Augen

News Deutscher Zukunftspreis: Saubere Umwelt und gesunde Augen

Quelle: Leonie Asendorpf//dpa
dpa

Eine Welt ohne Plastik und Autoabgase? Und ohne Brillen und Kontaktlinsen? Hört sich nach einer schönen Vision an. Genau darum geht es beim Deutschen Zukunftspreis. Drei Projekte wurden nominiert.

Ein neuartiges Augenlaserverfahren, ein komplett abbaubarer Naturkunststoff und ein Brennstoffzellen-Antrieb für Schwerlaster – diese Innovationen sind für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden. Die drei Projekte aus Thüringen, Hamburg und Baden-Württemberg seien drängenden Problemen und innovativen Lösungen auf der Spur, sagte Petra M. Jung vom Bundespräsidialamt. Sie machten bewusst, welche Möglichkeiten man habe, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.

Wirtschaftlicher Erfolg wichtig

Wer gewinnt, entscheidet eine Jury. Ein wichtiges Kriterium sind neben der technischen Innovation auch die Perspektiven. Es müsse sich abzeichnen, dass aus der Investition in absehbarer Zeit ein wirtschaftlicher Erfolg werde, sagte Jung. Auch der Schutz durch Patente spiele eine Rolle. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den mit 250.000 Euro dotierten Preis am 19. November in Berlin überreichen. Einblicke in bisherige preisgekrönte Projekte gibt eine Ausstellung im Deutschen Museum in München.

Schonendes Augenlasern

Von Zeiss in Jena stammt ein Verfahren, mit dem Fehlsichtigkeit minimalinvasiv korrigiert werden kann. Bei dieser Lasertechnik komme man ohne Hitze, große Schnitte und lange Heilzeiten aus, sagte der Forscher Mark Bischoff. Dadurch würden auch viel weniger Hornhautnerven durchtrennt und die Patienten litten nicht mehr unter monatelanger Augentrockenheit.

Spurloser Naturkunststoff

Den Naturkunststoff hat das Hamburger Startup-Unternehmen Traceless entwickelt. Gewonnen wird er aus Reststoffen der Getreideverarbeitung, die zu Granulat verarbeitet werden. Dieses kann etwa als Papierbeschichtung dienen oder in feste Formen gegossen werden. Das Endprodukt habe Eigenschaften wie Kunststoff und fühle sich auch so an, sagte die Ingenieurin Anne Lamp. Müsliriegel können damit ebenso verpackt werden wie Obst und Gemüse, auch Einwegbesteck ist möglich. Da es sich um einen chemikalienfreien Naturstoff handele, baue sich dieser in der Umwelt innerhalb weniger Wochen ab und zerfalle im Gegensatz zu anderen Materialien nicht nur in Mikroplastik.

Klimafreundliche Schwerlaster

Schwerlaster umweltfreundlich zu betreiben, damit haben sich Stuttgarter Forscher für Bosch beschäftigt. Ihr neuartiger Brennstoffzellen-Antrieb mit Wasserstoff ermögliche einen emissionsfreien Fernverkehr, sagte Christoffer Uhr bei der Vorstellung. Damit könnten dieselbetriebene Antriebe durch eine robuste, alltagstaugliche und klimafreundliche Alternative ersetzt werden. Zudem habe ein damit betriebenes Fahrzeug ein sehr viel geringeres Gewicht als ein vergleichbarer Batterie-Lkw, so dass mehr Waren transportiert werden könnten. Und das Tanken dauere nur wenige Minuten.

 

Weitere Nachrichten

Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist und wann Bußgelder drohen

Im Frühling lockt Bärlauch viele Sammler in die Natur. Wer aber zu gierig pflückt oder an den falschen Stellen zugreift, riskiert nicht nur Ärger mit der Natur, sondern auch ein saftiges Bußgeld.

Vor KSC-Heimspiel: "Absolut geschärfte Sinne" bei Greuther Fürth

Fürths Trainer Heiko Vogel hat eine gute Nachricht: Julian Green kehrt nach langer Pause zurück. Der Mittelfeldspieler soll mithelfen, das Rekordduell gegen den Karlsruher SC zu gewinnen.

Diese Neuheiten erwarten Gäste zum Freizeitpark-Saisonstart

Was bieten Freizeitparks in diesem Jahr an Neuheiten? Ein Überblick über die Highlights zum Saisonstart in Baden-Württemberg.

Nach der Landtagswahl Grüne bestätigen Fraktionsführung im Landtag

Bis zur Bildung einer neuen Landesregierung setzen die Grünen in Baden-Württemberg auf Kontinuität im Landtag. Mit dabei im Führungsgremium ist auch der Mann, der wohl am Ende Regierungschef wird.

Bauern in Not - Initiative für verzweifelte Landwirte

Sieben-Tage-Woche, Anfeindungen, Bürokratie und Existenzangst – Landwirte und Weinbauern sind nicht selten seelisch am Limit. Wie kann geholfen werden?

Banken-Fusionen: Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken sinkt weiter

Die Genossenschaftsbanken können sich angesichts der Wirtschaftslage behaupten. Denn viele Kunden bringen ihr Geld aktuell lieber zur Bank, als es auszugeben. Die Zahl der Institute schrumpft derweil.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.