Corona in Baden-Württemberg
Diskussion über Maskenpflicht: Regierung plant Lockerungen

Corona in Baden-Württemberg Diskussion über Maskenpflicht: Regierung plant Lockerungen

Quelle: Hauke-Christian Dittrich

Gerade bei höheren Temperaturen nervt viele die Mund-Nasen-Maske. Mit sinkenden Infektionszahlen werden die Rufe nach einer Aufhebung der Maskenpflicht lauter.

Baden-Württemberg will die Maskenpflicht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen bald vereinfachen. Sofort wird die Pflicht aber nach Angaben der Landesregierung nicht ausgesetzt.

Bei der nächsten Überarbeitung der Corona-Verordnung soll es eine neue Systematisierung geben, mit der etwa bei der Maskenpflicht zwischen Innenräumen und Außenbereichen unterschieden wird, wie ein Sprecher der Landesregierung sagte. Zunächst hatte die «Heilbronner Stimme» berichtet. Auch werde man die Maskenpflicht im ÖPNV und in den Schulen beraten, so der Sprecher. Details müsse die grün-schwarze Koalition noch verhandeln.

CDU-Landesfraktionschef Manuel Hagel warnte am Montag vor zu schnellen Lockerungen. «Wir dürfen keinesfalls den Eindruck erwecken, dass die Pandemie vorbei ist», sagte Hagel. Er warb für ein Vorgehen in mehreren Schritten. Bei niedrigen Inzidenzen könne «zuerst draußen und dann, mit deutlich mehr Vorsicht, drinnen» gelockert werden. «Bei regional dauerhaft sehr niedrigen Inzidenzen kann ich mir auch Lockerungen an Schulen, zuerst bei unseren Jüngsten, vorstellen.»

Ein Ende der Maskenpflicht in Schulen forderte auch die AfD im Südwesten. «Zum Unterricht gehört auch, dass Lehrer und Schüler Gestik und Mimik wahrnehmen», sagte der bildungspolitische Fraktionssprecher Rainer Balzer. Die Maskenpflicht gehöre umgehend aufgehoben.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor die Länder aufgefordert, die Maskenpflicht zu überprüfen. Sie müssten klären, «ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken», sagte sie der «Bild am Sonntag».

 

Weitere Nachrichten

Pandemiemaßnahmen: Bund soll bei Bedarf epidemische Notlage ausrufen

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha sieht den Bund in der Pflicht, im Herbst bei Bedarf erneut die epidemische Notlage auszurufen.

Verdi lehnt Ausnahme für Klinikpersonal bei Corona-Quarantäne ab

Die Gewerkschaft Verdi hat eine Ausnahmeregelung bei der Quarantäne für Klinikpersonal bei einer Corona-Infektion kritisiert.

Höchster Pandemie-Krankenstand in erstem Halbjahr 2022

Probleme bei der Dübel-Herstellung, Zugausfälle und verschobene Operationen: Der hohe Krankenstand im Südwesten machte zuletzt vielerorts Schwierigkeiten. Eine erste Krankenkassen-Auswertung zeigt: Schuld daran war längst nicht nur Corona.

Corona-Verdienstausfall: 340.000 Anträge auf Entschädigung

Viele Arbeitsplätze bleiben während der Pandemie leer: Weil die infizierte Ärztin nicht zur Arbeit darf oder der Vater sich zu Hause um sein positiv getestetes Kind kümmern muss. Für den dadurch ausbleibenden Verdienst haben Hunderttausende beim Land Entschädigung beantragt.

Forschung: Land fördert Obduktionen von Impf- und Corona-Toten

Der Chefpathologe der Uni Heidelberg warnte vor einem Jahr vor einer beträchtlichen Dunkelziffer an Impftoten. Viel mehr Leichen müssten obduziert werden, forderte er damals. Nun fördert das Land solche Untersuchungen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.