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Diskussion über Pfandsystem für Lithium-Akkus

Nachrichten Diskussion über Pfandsystem für Lithium-Akkus

Quelle: Jens Büttner/dpa/Archivbild
dpa

Immer wieder brennt es in Entsorgungsbetrieben, wohl auch weil Batterien im Hausmüll entsorgt werden. Die baden-württembergische Umweltministerin will deswegen ein Pfandsystem prüfen lassen.

Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) fordert, angesichts zunehmender Brände in Entsorgungsanlagen ein Pfandsystem für Batterien und Akkus prüfen zu lassen. Durch falsch entsorgte Akkus und Batterien komme es zunehmend zu Bränden in Entsorgungsbetrieben. Das Land sehe darin eine Gefahr für die Entsorgungsinfrastruktur, teilte das Umweltministerium mit.

Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen habe man deswegen bei der Umweltministerkonferenz im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim einen Antrag eingebracht. In diesem fordern die beiden Länder den Bund auf, zu prüfen, ob die Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige Akkus und Batterien umsetzbar ist.

Zudem fordern die Länder eine bessere Information für Verbraucherinnen und Verbraucher über die richtige Entsorgung von Akkus und Batterien. Außerdem solle sich der Bund für ein wirkungsvolles Verkaufsverbot batteriebetriebener Einweg-E-Zigaretten einsetzen. Es gebe Hinweise, dass viele Brände auf solche E-Zigaretten zurückzuführen seien. Die Umweltministerinnen und Umweltminister stimmten dem Antrag laut baden-württembergischem Umweltministerium am Freitag zu.

«Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern ist nicht bewusst, welche Folgen falsch entsorgte Lithium-Batterien haben können. Landen diese in den Entsorgungsanlagen, drohen verheerende Großbrände durch die Selbstentzündung der hochenergiereichen Batterien», sagte Walker. Es brauche deswegen eine umfassendere Informationspolitik, dass diese Batterien nicht in den Hausmüll gehörten. «Um die hohe Zahl an Fehlwürfen zu verringern, muss außerdem die Möglichkeit eines Pfandsystems für Lithium-Batterien geprüft werden.»

 

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