News aus der Fächerstadt
Diskussion um Hitler-Ehrenbürgerschaft in Karlsruhe

News aus der Fächerstadt Diskussion um Hitler-Ehrenbürgerschaft in Karlsruhe

Quelle: dpa/-/dpa/Archivbild
dpa

Städte und Gemeinden ernannten Adolf Hitler einst massenhaft zum Ehrenbürger. Nach Ende der Naziherrschaft wurden diese Ehrungen aberkannt – manchmal aber auch vergessen.

Wissenschaftler am Generallandesarchiv Karlsruhe haben angeregt, die Aberkennung der Adolf Hitler von den heutigen Karlsruher Stadtteilen Durlach und Neureut verliehenen Ehrenbürgerschaft zu prüfen. Die Auszeichnung sei dem Diktator nie formal entzogen worden, sagte am Dienstag René Gilbert, Historiker und Archivar am Generallandesarchiv. Das gelte auch für die Ehrenbürgerschaften für den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und den badischen NSDAP-Gauleiter Robert Wagner. In Durlach seien die Verleihungen mit der Eingemeindung der einst selbstständigen Kommune nach Karlsruhe in Vergessenheit geraten. Bis heute habe die Stadt Karlsruhe als Rechtsnachfolgerin die Durlacher Ehrenbürgerrechte für diese Nationalsozialisten weder formal noch symbolisch zurückgenommen.

Durlach war 1938 nach Karlsruhe eingemeindet worden. Im Jahr 1946 hatte die Stadt Hitler und anderen Nationalsozialisten die Karlsruher Ehrenbürgerwürden aberkannt. Damit sei aber nicht automatisch die seinerzeit von Durlach verliehene Ehrenbürgerschaft hinfällig geworden, so Gilbert. Auch im Karlsruher Stadtteil Neureut, 1975 eingemeindet, sei der Ehrenbürgertitel für Hitler, Hindenburg und Wagner noch nicht formal zurückgenommen. Die Stadt Karlsruhe äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zum weiteren Vorgehen.

Während des Dritten Reiches hatten zahllose Städte und Gemeinden Hitler zum Ehrenbürger ernannt. Mancherorts war die Ehrung erst Jahrzehnte später zurückgenommen worden.

 

Weitere Nachrichten

Wegen hoher Spritpreise? Weniger Verkehr rund um Ostern

Weniger Staus, kürzere Wartezeiten: Der Osterverkehr in Baden-Württemberg war dieses Jahr entspannter. Der ADAC glaubt, den Grund zu kennen.

Altes Handwerk: Darum fährt ein Floß 250 Kilometer über Saar und Mosel

Ein Floß aus Baumstämmen schippert über Saar und Mosel. Was die Crew antreibt - und warum trotzdem ein Motor an Bord ist.

Laut Statistik: Unwetter richten 2025 deutlich weniger Schäden bei Autos an

Unwetter haben 2025 deutlich weniger Autos beschädigt als im Vorjahr. Warum ein ruhigeres Jahr laut Experten trotzdem keine Entwarnung bedeutet.

PFC-Skandal: Stadtwerke Rastatt können auf Millionen hoffen

Im Streit um PFC-belasteten Kompost hat das Landgericht Baden-Baden den Stadtwerken Rastatt einen Anspruch auf Entschädigung zugesprochen. Über die genaue Summe ist noch nicht entschieden.

Max Giesinger: Karlsruher Sänger hat sich beim Kuhstreicheln einen Finger gebrochen

Max Giesinger wollte nur eine Kuh streicheln – jetzt trägt er einen Verband und kann wochenlang keine Gitarre spielen. Was genau im Wellness-Urlaub schiefging.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.