News aus Baden-Württemberg
Einzelhandel: Verdi ruft zu ganztägigem Warnstreik auf

News aus Baden-Württemberg Einzelhandel: Verdi ruft zu ganztägigem Warnstreik auf

Quelle: Ole Spata
dpa

Der Tarifkonflikt im Handel schwelt seit Monaten, eine Lösung ist weiter nicht in Sicht. Verdi mobilisiert erneut die Beschäftigten, um Druck zu machen.

Etwa 1000 Beschäftigte haben sich am Freitag an einem ganztägigen Warnstreik im baden-württembergischen Groß- und Einzelhandel beteiligt. Dies teilte ein Verdi-Sprecher in Stuttgart mit. Zu den Arbeitsniederlegungen wurde unter anderem in Karlsruhe, Mannheim, Ludwigsburg, Heilbronn und Göppingen aufgerufen. Mit ihnen solle weiterer Druck auf die Arbeitgeberseite in den laufenden Tarifverhandlungen ausgeübt werden. Im Einzel- und Versandhandel dauern sie bereits seit über sechs Monaten an, im Groß- und Außenhandel seit mehr als fünf Monaten.

Der Handelsverband Baden-Württemberg erklärte: «Statt die Lage immer weiter zu eskalieren, sollte Verdi zum Wohle der Beschäftigten mit der Arbeitgeberseite endlich in einen vernünftigen Dialog treten.» Der Handel habe in den diesjährigen Tarifverhandlungen mehrere Angebote vorgelegt und sei damit bereits über die Schmerzgrenze vieler Händlerinnen und Händler hinausgegangen. Die Forderungen der Gewerkschaft würden zur Schließung zahlreicher Handelsbetriebe und daraus resultierend auch zum Verlust Tausender Arbeitsplätze führen.

Verdi fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel ein Lohnplus von rund 13 Prozent und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 175 Euro. Für die Beschäftigten im Einzelhandel fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Löhne um 15 Prozent und monatlich 200 Euro höhere Ausbildungsvergütungen.

Verdi hatte unter anderem die Beschäftigten bei Kaufland, H&M, Ikea, Obi, Primark, Zara und Edeka zum Warnstreik aufgerufen.

Bundesweit werden an diesem Freitag voraussichtlich etwa 10.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft bereits am Donnerstag mitteilte. Im langwierigen Ringen um neue Tarifverträge kommen Verdi und die Arbeitgeber auf keinen gemeinsamen Nenner. Verdi wirft den Arbeitgebern eine «Blockadehaltung» vor. Deren Angebote gingen an der Existenznot der Beschäftigten vorbei, moniert die Gewerkschaft.

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.