News aus Baden-Württemberg
Ermittlungen wegen Corona-Toter in Rastatter Pflegeheim eingestellt

News aus Baden-Württemberg Ermittlungen wegen Corona-Toter in Rastatter Pflegeheim eingestellt

Quelle: Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

Die Ermittlungen nach einem Corona-Ausbruch mit mehreren Toten in einem Rastatter Pflegeheim sind eingestellt worden.

Es gebe keinen hinreichenden Verdacht auf eine fahrlässige Tötung in mehreren Fällen, teilte die Staatsanwaltschaft Baden-Baden am Freitagmorgen mit.

Bei einer zweistelligen Zahl an Bewohnerinnen und Bewohnern, die während der Pandemie-Hochphase 2021/2022 an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben waren, hatte die Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht geprüft, dass sich der Erreger auch wegen unzureichend eingehaltener Hygienestandards ausbreiten konnte. Es ging laut Behörde um mehrere Mitarbeitende mit leitender Funktion. Die Vorwürfe lauteten vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

«Die umfangreichen, komplizierten und langandauernden Ermittlungen haben den Verdacht nicht hinreichend erhärtet, so dass wegen der Straftaten das Verfahren einzustellen war», teilte die Staatsanwaltschaft nun mit. Weiterhin bestehe zwar der Verdacht, dass sich das Virus ohne die Mängel nicht oder weniger hätte ausbreiten können. Es habe sich aber «nicht mit einer für eine Verurteilung ausreichenden Gewissheit feststellen» lassen können, dass gerade diese Mängel den Tod von Bewohnerinnen und Bewohner verursacht hätten.

Der Fall war auch Thema im Sozialausschuss des Landtags gewesen. Die Heimaufsicht hatte zwischenzeitlich verboten, neue Bewohner aufzunehmen. Das betroffene Heim hatte seinen Betrieb Ende April dieses Jahres eingestellt. Einen Zusammenhang mit den Ermittlungen gab es nach Angaben des Betreibers Kursana aber nicht. Vielmehr sei der Pachtvertrag der Immobilie ausgelaufen. Kursana hat einen kausalen Zusammenhang zwischen den beanstandeten Mängeln und der Verbreitung des Coronavirus im Haus stets zurückgewiesen.

 

Weitere Nachrichten

Grüne in Baden-Württemberg: Özdemir will Partei modernisieren

Hunderte Änderungsanträge sind bei Parteitagen der Grünen keine Seltenheit. Der Ministerpräsident hält das für nicht mehr handhabbar und schlägt eine Reform vor.

Kind in Brunnen unter Wasser gedrückt - Staatsschutz prüft

Ein Mann soll einen Zweijährigen in der Rastatter Innenstadt attackiert haben. Wie die Polizei das Geschehen bislang bewertet.

Aktuelle Zahlen und Warnungen: Hitze, volle Seen - aber weniger Menschen ertrinken

Warum ertrinken in Baden-Württemberg weniger Menschen, obwohl die Hitze viele ans Wasser gelockt hat? Ein Blick auf aktuelle Zahlen und Warnungen.

Trockenes Flussbett: Hier fließt ein Fluss unterirdisch weiter

Die Dreisam führt nahe Freiburg scheinbar kein Wasser mehr. Der Fluss fließt jedoch unter der Erde weiter – für dieses Phänomen gibt es eine Erklärung.

Sonnenfinsternis 2026: Zehn Tipps für Baden-Württemberg

Die Sonnenfinsternis am 12. August dürfte in Baden-Württemberg besonders gut zu sehen sein. Wer sie erleben möchte, braucht nicht nur eine Schutzbrille. Zehn Tipps für Beobachter im Südwesten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.