Corona in Baden-Württemberg
Erneut unangemeldeter Corona-Protest in Baden-Württemberg

Corona in Baden-Württemberg Erneut unangemeldeter Corona-Protest in Baden-Württemberg

Quelle: Thomas Riedel

Mehrere tausend Menschen haben in Baden-Württemberg erneut gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

In Friedrichshafen hätten sich am Montagabend rund 2000 Teilnehmer zu einem sogenannten Spaziergang versammelt, teilte ein Sprecher der Polizei Ravensburg mit. Die Teilnehmer hätten sich spontan in sozialen Netzwerken verabredet, mit der Aktion von Ravensburg nach Friedrichshafen auszuweichen. Es liege nun an der Kommune, die nicht angemeldete Versammlung aufzulösen. In Ravensburg habe es keine größeren Ansammlungen gegeben, sagte der Sprecher am Abend.

In der Mannheimer Innenstadt versammelten sich laut Polizei an mehreren Orten «größere Kleingruppen» zwischen zehn und 50 Teilnehmern. Die Polizei schritt zunächst nicht ein, da man am Abend noch keine Hinweise auf eine richtige Versammlung gehabt habe. Es habe bisher keine Zwischenfälle gegeben, sagte eine Sprecherin. Man beobachte aber die Lage und weise die Menschen per Lautsprecher auf die kommunale Allgemeinverfügung hin, die in Mannheim wie in anderen Städten im Südwesten sogenannte Spaziergänge von Impfskeptikern und Gegnern der Corona-Maßnahmen verbietet. Um das Mannheimer Rathaus bildeten zudem rund 850 Menschen eine Menschenkette gegen Hetze, Hass und Gewalt – dabei handelte es sich um eine angemeldete Veranstaltung.

Ein Sprecher der Polizei Reutlingen berichtete von 20 sogenannten Spaziergängen in verschiedenen Städten und Gemeinden in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen, Esslingen und dem Zollernalbkreis. Insgesamt seien weniger Corona-Gegner auf die Straße gegangen als in den vergangenen Wochen. Alles sei friedlich verlaufen. In der Ulmer Innenstadt wurde der Slogan «Wir sind das Volk» skandiert.

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts in Deutschland auf die Straße. Nicht immer kündigen sie die Demonstrationen an, sondern treffen sich als sogenannte Spaziergänger. Weil sie sich in sozialen Netzwerken verabreden, weiß die Polizei manchmal nicht im Voraus, wo eine solche Aktion stattfindet. Sie muss unter anderem kontrollieren, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. Bei derartigen Protesten hatte es immer wieder Ausschreitungen gegeben.

 

Weitere Nachrichten

Bauwirtschaft klagt über schlechte Geschäfte

Fehlende Aufträge und die Angst vor Kurzarbeit: Die Bauwirtschaft im Südwesten sieht noch kein Ende der Krise.

Suche nach Flattertieren: Forscher erfassen Fledermäuse

Forscher wollen herausfinden, wer nachts durch die Wälder im Südwesten flattert.

Mann legt im Landkreis Karlsruhe Steine auf Gleise: Güterzug muss notbremsen

Ein Mann hat am Bahnhof in Malsch im Kreis Karlsruhe mehrere Steine auf die Gleise gelegt.

Millionenschaden bei Brand von Wohnhaus mit Scheune in Weingarten

Bei dem Brand eines Wohnhauses mit einer Scheune im Kreis Karlsruhe ist ein geschätzter Schaden von etwa einer Million Euro entstanden. Bei den Löscharbeiten sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Umgerüstete Polizeihubschrauber können jetzt länger fliegen

Modern waren die baden-württembergischen Polizeihubschrauber bislang auch schon, jetzt sind sie nochmal umgerüstet worden. Das habe den einen oder anderen Vorteil, wirbt das Innenministerium.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.