News aus Baden-Württemberg
Feuerwehren fordern besseren Bevölkerungsschutz

News aus Baden-Württemberg Feuerwehren fordern besseren Bevölkerungsschutz

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild
dpa

Muss in Kriegs- und Krisenzeiten mehr für den Bevölkerungsschutz getan werden? Ja, sagen die Feuerwehren im Südwesten. 500 Delegierte treffen sich zu einem Verbandstag im badischen Lahr.

Angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine macht sich der Feuerwehrverband im Südwesten für einen verbesserten Bevölkerungsschutz stark. Man müsse sich strategisch neu aufstellen, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Frank Knödler, am Samstag im badischen Lahr (Ortenaukreis). «Wir werden unsere Gedanken zu einem neuen Landeskatastrophenschutzgesetz in den nächsten Tagen in Form eines 10-Punkte-Programms einbringen.»

Knödler forderte auf dem Verbandstag zudem für Baden-Württemberg erneut ein modernes und wirtschaftliches Leitstellengesetz – so wie es das Land laut Koalitionsvertrag ja auch auf den Weg bringen wolle. Darin sollten klare Vorgaben zur Qualität gemacht und auch Anzahl, Größe sowie Finanzierung der Leitstellen festgelegt werden. In den Leitstellen laufen Notrufe zusammen, von dort werden dann Einheiten alarmiert und gezielt losgeschickt. Außerdem müsse der Analogfunk nun zügig und vollständig vom Digitalfunk abgelöst werden.

Nach Ansicht Knödlers wird der Bevölkerungsschutz in Deutschland seit Jahrzehnten vernachlässigt. Der dazu gehörende Zivilschutz, also der Schutz der Zivilbevölkerung gegen kriegsbedingte Gefahren, sei «nicht einsatzfähig», hatte Knödler im September kritisiert.

Der Zivilschutz ist eine Aufgabe des Bundes. Knödler hatte an die Bundesregierung appelliert, die nötigen Finanzen für den Bevölkerungsschutz bereit zu stellen. Dazu gehört ebenfalls der Katastrophenschutz, für den die Länder verantwortlich sind.

Hitzewellen stellen die Feuerwehren vor weitere Herausforderungen. Im Sommer hatten die Behörden wegen der Trockenheit vor Waldbrandgefahr in weiten Teilen des Landes gewarnt. Mehrfach loderten Feuer. Den Feuerwehren im Südwesten gehören rund 183 000 Menschen an. Sie sind fast alle ehrenamtlich tätig.

Zu dem Treffen kamen rund 500 Delegierte der baden-württembergischen Feuerwehren sowie auch Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) war den Angaben zufolge anwesend.

 

Weitere Nachrichten

Hartnäckige "Eisheilige" - wann wird es wieder länger wärmer?

Viele warten sehnsüchtig auf Sonne und wärmere Tage – doch die Eisheiligen bremsen den Frühling in Baden-Württemberg vorerst weiter aus. Wann ist es denn wieder so weit?

Karlsruher Energieversorger: Gewinn bei EnBW um mehr als die Hälfte eingebrochen

Der Karlsruher Energieversorger startet schwach ins neue Jahr. Der Gewinn bricht ein. Wie begründet EnBW das?

Regierungsbildung: Die Koalition steht - Grün-Schwarz unterzeichnet Vertrag

Mehr als 160 Seiten ist das Vertragswerk dick, mehrere Wochen dauerte seine Entstehung. Jetzt ist der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU unterschrieben - und auch das Personal bekannt.

Laut Statistik: Mehr Pflegeazubis im Südwesten tätig

Die Zahl der Pflegeazubis in Baden-Württemberg ist zuletzt gestiegen. Männer bleiben weiter deutlich in der Unterzahl. Das duale Pflegestudium bleibt eine Nische.

Steuerschätzung: Krise der Kommunen verschärft sich

Es geht um Schulen, um Straßen, öffentliche Angebote - den Kommunen fehlen Gewerbesteuer-Einnahmen in Milliardenhöhe. Der Finanzminister warnt vor wirtschaftlichen Verwerfungen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.