News aus Baden-Württemberg
Franzosen deckten sich in Deutschland mit Böllern ein

News aus Baden-Württemberg Franzosen deckten sich in Deutschland mit Böllern ein

Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
dpa

Wegen eines weitreichenden Böllerverbots im Elsass deckten sich viele Franzosen aus der grenznahen Region in Deutschland mit Feuerwerk, Krachern und Raketen ein.

Seit dem Inkrafttreten eines Verkaufsverbots für Feuerwerk am 4. Dezember wurden alleine im Departement Haut-Rhin 850 Kilo verbotenes Feuerwerk von Polizei und Zoll entdeckt, teilte Präfekt Thierry Queffélec in Mulhouse mit, wie der Sender BFMTV am Samstag berichtete.

Alleine am Freitag beschlagnahmten Fahnder in der Stadt 18.500 Feuerwerkskörper im Gewicht von rund 500 Kilo, die möglicherweise aus Deutschland stammen. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sprach von einer Rekordmenge. Der Tatverdächtige, der sich nach einem Bericht der Zeitung «Dernières Nouvelles d’Alsace» zum Zeitpunkt der Durchsuchung eines Anbaus in Deutschland aufhielt, soll die im Elsass verbotenen Böller über soziale Netzwerke verkauft haben. Der Wert des Feuerwerks wurde auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Der kleine Grenzverkehr in Sachen Böllern funktioniert aber auch in die andere Richtung, wie die Zeitung «Le Républicain Lorrain» berichtete. In Lothringen, wo die Regeln für Feuerwerk weniger streng sind als im Elsass und es entsprechend auch einen Verkauf gibt, mischten sich etliche Saarländer unter die Kundschaft. Wie ein Feuerwerkshändler in Stiring-Wendel unmittelbar an der Grenze bei Saarbrücken der Zeitung sagte, seien die Böller in Deutschland zwar oft preiswerter, Feuerwerksbatterien enthielten in Frankreich aber mehr Pulver als in Deutschland, was Kundschaft über die Grenze locke.

In Frankreich haben viele Kommunen die Knallerei aus Brandschutzgründen oder aus Sorge vor Ausschreitungen verboten, so etwa Paris und Straßburg. Bestimmte Feuerwerkskategorien sind ohnehin Profis vorbehalten. Viele Städte haben stattdessen organisierte Feuerwerkshows. Die bekannteste ist sicher die auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées, wo im vergangenen Jahr eine Million Menschen das neue Jahr begrüßten.

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.