News aus Baden-Württemberg
Gesundheitsminister fordern mehr Forschung zu Impfschäden

News aus Baden-Württemberg Gesundheitsminister fordern mehr Forschung zu Impfschäden

Quelle: Ronny Hartmann
dpa

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern vom Bund eine stärkere Förderung der Forschung zu Corona-Impfschäden.

Das beschlossen sie bei einer Videokonferenz am Montag. Zwar habe die Corona-Impfung viele Leben gerettet und sei «wirklich wichtig und richtig» gewesen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). «Gerade zur Stärkung des Impf-Gedankens braucht es aber Forschung zur Symptomatik, Diagnostik und Behandlung von gesundheitlichen Folgen des Impfens.» Der Bund müsse diese Forschung so schnell wie möglich anstoßen, denn nur eine bundeseinheitliche Strategie sei zielführend.

Die Ressortchefs pochen zudem auf eine gesetzliche Regulierung sogenannter Medizinischer Versorgungszentren (MVZ). «Risiken für die Versorgung sehen wir vor allem bei Medizinischen Versorgungszentren, die von Investoren betrieben werden», erklärte Lucha. Es brauche zwar diese Versorgungszentren, weil es dort Anstellungsmöglichkeiten für junge Ärztinnen und Ärzte gebe, die sich nicht mehr alle selbstständig machen wollten. «Aber wenn dort das Kapital das Regiment übernimmt und die unabhängige medizinische Behandlung infrage gestellt ist oder Rosinenpickerei betrieben wird, dann wird es problematisch.» Die Ministerinnen und Minister hätten Bayern beauftragt, im Bundesrat eine gemeinsame Initiative zu starten.

Gesundheitsexperten beklagen schon länger, dass Arztpraxen zunehmend von profitorientierten Unternehmen übernommen werden und so immer mehr Sitze niedergelassener Ärzte in Versorgungszentren gebündelt werden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, den Kauf von Arztpraxen durch Finanzinvestoren künftig verhindern zu wollen. In der «Bild am Sonntag» hatte Lauterbach den «fatalen Trend» beklagt, «dass Investoren medizinische Versorgungszentren mit unterschiedlichen Facharztpraxen aufkaufen, um sie anschließend mit maximalem Gewinn zu betreiben».

 

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