News aus Baden-Württemberg
Handwerkstag wünscht sich mehr Geld für Meisterausbildung

News aus Baden-Württemberg Handwerkstag wünscht sich mehr Geld für Meisterausbildung

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Wer seinen Meister machen will, dem greift das Land unter die Arme. Damit sollen Lücken bei der Finanzierung geschlossen werden. Dem Handwerk reicht das seit Längerem nicht aus.

Der Baden-Württembergische Handwerkstag mahnt mehr finanzielle Unterstützung für die Meisterausbildung an. Präsident Rainer Reichhold sagte in Stuttgart, die Meisterprämie von aktuell 1500 Euro in Baden-Württemberg decke bei Weitem nicht alle Kosten ab. Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses soll der Betrag künftig verdoppelt werden, lautete die Forderung. Auch gehe es um die Sicherung des unternehmerischen Nachwuchses. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse der Übergang zwischen Meisterausbildung und Betriebsgründung so attraktiv und flexibel wie möglich gestaltet werden. Deshalb sollte die Meistergründungsprämie künftig auch bis zu vier Jahre nach dem Abschluss ausgezahlt werden – statt wie bisher nur zwei Jahre.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte, welche Spielräume im Landeshaushalt für Mehrausgaben bestünden, entscheide sich nach der nächsten Steuerschätzung. Über die Verwendung von Spielräumen sei dann im Rahmen der Staatshaushaltsplanung zu entscheiden.

Im vergangenen Jahr wurden 3142 Meisterprüfungen erfolgreich abgelegt, wie der Handwerkstag weiter mitteilte. 2022 waren es 3222 Prüfungen. Die meisten Meisterbriefe wurden 2023 im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik (546), gefolgt von Elektrotechnik (355) und Friseurhandwerk (252) verliehen.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, die Unternehmen litten unter einem Fachkräftemangel. Deswegen fördere die Landesregierung die berufliche Weiterbildung. «Mit unserer Weiterbildungsoffensive setzen wir ein starkes Signal. Die Meisterausbildung, die Aufstiegsfortbildung und auch die Meisterprämie sind wichtige Bausteine der Offensive. Dadurch tragen wir auch zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung bei.»

Die Gesamtkosten einer Meisterausbildung variieren je nach Fachrichtung und können zwischen 7000 Euro und 15.000 Euro liegen, wie der Handwerkstag weiter mitteilte. Dies umfasse Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie mögliche zusätzliche Kosten für das Meisterprüfungsprojekt (Meisterstück), Unterhalt bei Vollzeitfortbildung, Fahrtkosten und Unterkunft.

 

Weitere Nachrichten

Immer mehr Beschäftigte in Baden-Württemberg mit Zweitjob

Jeder achte Beschäftigte in Baden-Württemberg hat inzwischen einen Minijob zusätzlich. Besonders auffällig: Ältere und Hochqualifizierte greifen immer öfter zu Nebenjobs.

Vor dem 01. Mai: Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg steigt

Im Südwesten steigt die Waldbrandgefahr – zum 1. Mai könnten regional die höchsten Warnstufen erreicht werden. Was das für Ausflügler und Grillfreunde bedeutet.

Im Landkreis Karlsruhe: 76-Jähriger erfasst mit Auto vier Kinder vor Imbiss

Beim Einparken verwechselt ein Autofahrer das Pedal: Vier Kinder werden vor einem Imbiss in Philippsburg leicht verletzt. Auch der Imbiss-Inhaber trägt Verletzungen davon.

Seehund Gina stirbt mit 33 – Karlsruher Zoo beendet Ära

Mit 33 Jahren war Seehund Gina eine der ältesten ihrer Art in europäischen Zoos. Mit ihrem Tod endet auch eine lange Tradition im Zoo Karlsruhe.

Gefährliche Raupen an Bäumen - das rät eine Expertin

Winzige Brennhaare, große Wirkung: Der Eichenprozessionsspinner sorgt für Hautreizungen – sogar ohne direkten Kontakt mit einem Tier. Eine Expertin gibt Tipps.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.