News aus der Fächerstadt
Historischer Tiefstand: Wenig Bewegung auf dem Karlsruher Immobilienmarkt

News aus der Fächerstadt Historischer Tiefstand: Wenig Bewegung auf dem Karlsruher Immobilienmarkt

Quelle: Melanie Hofheinz

Weniger Käufe und viel Bewegung bei der Preisentwicklung sind derzeit die Faktoren auf dem Markt für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen in Karlsruhe. Dies geht aus dem Immobilienmarktbericht 2022 hervor, der im Mai 2023 vorgelegt wurde.

Bei historischem Tiefstand angelangt

Was die Zahl der Kauffälle betrifft, „sind wir 2022 mit insgesamt 1 930 an einem historischen Tiefstand angelangt“, berichtet Rüdiger Huck, Vorsitzender des Gutachterausschusses und Leiter der städtischen Grundstücksbewertungsstelle – denn gegenüber dem Vorjahr sank die Gesamtzahl um 321.

Auch beim Wertumsatz gab es zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang von 1,32 auf 1,235 Milliarden Euro, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt. Hier ist im Zehn-Jahres-Vergleich die Talsohle aber noch nicht erreicht, im Jahr 2014 lag der gesamte Wertumsatz nur bei 752 Milliarden: „Immobilien geben für Karlsruhe weiterhin einen kräftigen Wirtschaftsimpuls“, so Huck.

 

Angebotssituation ist zurückhaltend

Für die Steigerung der Flächenumsätze um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr seien einzelne Kaufverträge mit hohen Kaufpreisen und große Flächen verantwortlich. Ansonsten gestalte sich die allgemeine Angebotssituation sehr zurückhaltend, was der Hauptgrund für die rückläufigen Kauffälle sei. H

inzu komme wohl auch die aktuelle gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere bei den unbebauten Grundstücken ist die Zahl der Kauffälle inzwischen so niedrig, dass in manchen Teilmärkten belastbare detaillierte Auswertungen nicht mehr möglich sind. Beispielsweise hat die Zahl der baureifen Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser innerhalb von zehn Jahren um knapp 83 Prozent abgenommen.

 

Weniger Kauffälle und höhere Preise

Die einzelnen Teilsegmente des Immobilienmarktberichts für bebaute Grundstücke und Wohneigentum bestätigen den Trend zu weniger Kauffällen und höheren Preisen. So kostet ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus im Schnitt mittlerweile rund 760 000 Euro, was einem Preisanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich entspricht

. Ähnlich stellt sich die Situation bei gebrauchten Doppel-/Reihenendhäusern dar, hier kostet ein Objekt durchschnittlich rund 700 000 Euro. Rückläufig sind die Zahlen der Kaufverträge, die bei Ein- und Zweifamilienhäusern zuletzt 199 und bei den Doppel-/Reihenhäusern 97 betrugen, heißt es weiter.

 

Preisrückgang im zweiten Halbjahr 2022

Wie Timo Schorb, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, und seine Mitarbeiter festgestellt haben, sei im Teilmarkt Wohnungs- und Teileigentum „derzeit viel Bewegung“. Nachdem im ersten Halbjahr 2022 der Preisanstieg noch wie im Vorjahr verlaufen war, kam es im zweiten Halbjahr zu einem Rückgang, sodass übers ganze Jahr gesehen der Zuwachs 4,8 Prozent betrug – gegenüber 9,1 Prozent im Vorjahr.

Ein Indiz dafür, dass die Preise zurückgehen, sieht Schorb in der Entwicklung der Liegenschaftszinssätze. Gleichzeitig hat die Zahl der Kauffälle beim Wohneigentum ebenfalls einen historischen Tiefstand erreicht. Bei den Erstverkäufen sanken Anzahl und Wertumsatz um rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nur noch 50 Kaufverträge konnten ausgewertet werden, gegenüber 970 Weiterverkäufen. Eindeutiger Spitzenreiter beim Verkauf von Wohnungen ist im stadtweiten Vergleich die Weststadt mit 174 Kauffällen und einem Wertumsatz von 50 Millionen Euro.

 

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